Eintracht Frankfurt gegen FC Bayern: Kovac und das Glück

Zum Geburtstag viel Glück: Frankfurts Trainer Niko Kovac trifft am Samstag auf seinen Ex-Klub: Zu seinem 45. Ehrentag hofft er auf eine Überraschung gegen den FC Bayern. Seine Mannschaft will alles dafür tun.
| sid
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Eintracht-Trainer Niko Kovac feiert mit Bastian Oczipka dessen Treffer zum 2:0 gegen Ingolstadt.
dpa Eintracht-Trainer Niko Kovac feiert mit Bastian Oczipka dessen Treffer zum 2:0 gegen Ingolstadt.

Frankfurt/Main/München - Das Ständchen in der Kabine können sich Frankfurter Profis am Samstag sparen. Der 45. Geburtstag von Trainer Niko Kovac "ist total unwichtig", wie der Coach des Bundesligisten Eintracht Frankfurt selbst sagte.

Es wartet schließlich "die Krönung", das Duell mit seinem Ex-Klub FC Bayern (15.30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker). Und trotz aller Zurückhaltung hat Kovac einen besonderen Wunsch für das Spiel gegen den Tabellenführer: "Wir wollen punkten, das ist ganz klar. Es ist ein Spiel, in dem wir den Bayern 90 Minuten alles abverlangen werden."

Kovac, mit den Bayern 2003 Meister, hat Respekt vor dem Gegner und den "Weltklasse-Spielern" im Bayern-Trikot. Eingeschüchtert wirkt der gebürtige Berliner aber überhaupt nicht. "Die Bayern sind schon in gewissen Situationen anfällig", sagte der Coach, der in den vergangenen Tagen hinter verschlossenen Türen trainieren ließ.

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Die Eintracht, die mit zehn Punkten aus sechs Spielen gut gestartet ist, wartet allerdings seit über sechs Jahren auf einen Erfolg gegen den Rekordmeister. "Wenn wir nur mitspielen wollen, wird es schwierig", sagte Kovac, dessen Bruder und Co-Trainer Robert ebenfalls eine erfolgreiche Münchner Vergangenheit hat: "Wir werden nicht auf Teufel komm raus angreifen - aber schon auch versuchen, den ein oder anderen Nadelstich zu setzen."

Gar nicht dabei sein dürfen am Samstag über 2000 Fans, weil ein Fanblock aufgrund einer Sanktion seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gesperrt bleibt. Einige Eintracht-Anhänger hatten deshalb einen Protestmarsch von der Innenstadt bis vor die Arena angekündigt. Die Polizei werde diesen "polizeilich begleiten", sagte ein Sprecher des Präsidiums in Frankfurt.

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Konkrete Hinweise auf geplante Randale gebe es aber nicht. "Wir sehen das mit gemischten Gefühlen. Jede Provokation, die von dieser Gruppe ausgeht, ist für Eintracht Frankfurt nicht gut", hatte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann (45) der "Bild"-Zeitung gesagt.

Kovac äußerte sich zu den Fans vor dem Stadion nicht. "Es ist ärgerlich, dass die Fans hinter dem Tor fehlen", sagte der Kroate: "Wir können es aber nicht ändern, das darf keine Ausrede sein." Auch mit "nur" 49.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena bewirke ein Heimspiel "bei den Jungs immer etwas Besonderes, das merkt man ganz klar vorher", sagte Kovac, der auf alle Spieler zurückgreifen kann.

Und die wissen schon, was auf sie zukommt. "Wir können ihn mit einem guten Spiel beschenken und vielleicht noch etwas mitnehmen", sagte US-Nationalspieler Timothy Chandler: "Mit einer Niederlage würde er keinen guten Geburtstag feiern."

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