"Ein gutes Gespräch": Wird Urbig Klopps neue Nummer eins im DFB-Team?

Nach diesem Traumtor blieb auch Jonas Urbig nichts anderes übrig, als den Schützen zu beglückwünschen. "Der knallt das Ding in den Winkel. Wahnsinn", sagte der Torhüter des FC Bayern nach dem frühen Rückstand im Pokalspiel beim Zweitligisten VfL Osnabrück. Robin Meißner hatte den Ball in der 5. Minute aus etwa 30 Metern in den rechten Winkel geschossen. Ein Treffer der Marke Tor des Monats.

Auf die mit einem Augenzwinkern gestellte Nachfrage eines Reporters, ob es vielleicht ein Torwartfehler gewesen sei, antwortete Urbig grinsend: "Warst du schon mal Torwart? Er schießt, dann rutscht ihm der Ball so ein bisschen ab. Und dann schlägt er im Winkel ein. Ich bin schon sehr, sehr selbstkritisch, aber Gratulation an ihn. Der war unhaltbar."
Urbig als Neuer-Erbe in Wartestellung
Zweifellos. Den hätte auch Manuel Neuer nicht gehalten. Bayerns Stammkeeper saß diesmal über 90 Minuten auf der Ersatzbank, Kronprinz Urbig durfte zum ersten Mal in dieser Saison Spielpraxis sammeln. Weitere Pflichtspiele werden folgen, denn Urbig soll Neuer im Sommer 2027 als Nummer eins der Münchner beerben. "Ein Teil seiner Entwicklung ist es, dass er immer wieder Einsätze bekommt", sagte Trainer Vincent Kompany: "Wir haben unheimlich viel Vertrauen in ihn."

Und das hat wohl auch Bundestrainer Jürgen Klopp. Urbig berichtete nach dem Pokalabend an der Bremer Brücke, dass er bereits in Kontakt mit Klopp gestanden habe. "Es war ein gutes Gespräch", sagte der 23-Jährige – ohne weitere Details zu verraten: "Das ist kein Thema für jetzt nach dem Spiel, gerade hinsichtlich des schweren Spiels auf Schalke. Das wird erst Thema in ein paar Wochen, wenn die Kaderbekanntgabe ansteht."
Kontakt zu Klopp und Perspektive im DFB-Team
Am 17. September wird Klopp sein erstes DFB-Aufgebot berufen, Urbig dürfte als Mann der Zukunft sicher dabei sein. Aber wird er auch direkt die neue Nummer eins? "Auf der Torwartposition brauchst du jemanden, der permanent spielt", sagte Ex-Bayern-Kapitän Thomas Helmer bei Sport1. Das würde gegen Urbig sprechen – und für die anderen Kandidaten Alexander Nübel (Besiktas Istanbul), Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt), Marc-André ter Stegen (Ajax Amsterdam) und Oliver Baumann (TSG Hoffenheim).
Aber wer weiß: Vielleicht überrascht Klopp mit Urbig.