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Droht dem FC Bayern nach Platzsturm ein Fan-Ausschluss gegen PSG? Jetzt äußert sich Sportdirektor Freund

Euphorie mit bitteren Folgen: Nach dem späten Bayern-Sieg gegen Real Madrid stürmen Fans aus der Südkurve bis an die Werbebanden, mehrere Fotojournalisten werden verletzt. Nun ermittelt die Münchner Kriminalpolizei – und die Uefa hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Droht gegen PSG im Halbfinale ein Fan-Ausschluss?
Hüseyin Ince
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Beim Champions-League-Spiel gegen Madrid kochten bei den Bayern  die Emotionen hoch.
Beim Champions-League-Spiel gegen Madrid kochten bei den Bayern die Emotionen hoch. © Bernd Feil/IMAGO

Dem FC Bayern droht nach dem dramatischen Heimsieg im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid ein Nachspiel von der Uefa. Der europäische Verband leitete ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Rekordmeister ein. Dabei geht es unter anderem um Fan-Vorfälle vom Mittwochabend.

In der Schlussphase der Partie in der Allianz Arena waren einige Anhänger der Münchner über den Zaun geklettert und zum Spielfeldrand vorgedrungen. Im Zuge dessen wurden mehrere Fotojournalisten verletzt (siehe Erstmeldung unten).

Droht Bayern ein Fan-Ausschluss? Uefa hält sich bedeckt

Die UEFA wirft dem FC Bayern eine "Störung durch Zuschauer" vor, hinzu kommen "Blockierung öffentlicher Wege", das "Werfen von Gegenständen" und die "Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft (Anti-UEFA-Banner)". 

Unklar blieb anhand der Uefa-Mitteilung zunächst, ob den Bayern nun ein Fan-Ausschluss möglicherweise ausgerechnet zum Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain droht. Die Münchner waren nach wiederholten Pyro-Ausschreitungen der eigenen Anhänger im Dezember 2025 beim Heimspiel gegen Union St. Gilloise zur Sperre der gesamten Südkurve verurteilt worden. Diese Sanktion wurde vom Kontroll-, Ethik- und Disziplinargremium der europäischen Fußball-Union zur Bewährung ausgesetzt.

FC Bayern macht sich keine großen Sorgen

Ob die Strafe nun just im wichtigsten Heimspiel der Saison Anfang Mai vollstreckt werden könnte, ist offen. Allerdings gibt sich Christoph Freund optimistisch und hofft auf volle Ränge im Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain: "Die Sorge ist nicht groß. Der Austausch mit der UEFA ist gut und eng, über die gesamte Saison, auch mit Jan-Christian Dreesen. Die UEFA weiß, was sie mit der Allianz Arena hat. Es war eine extreme Situation, aber die UEFA weiß, dass es eines der sichersten Stadien ist. Wir gehen davon aus, dass wir mit einem vollen Stadion gegen Paris ein Fußballfest feiern können", erklärte Bayerns Sportdirektor auf der Pressekonferenz.

Das Hinspiel, das Trainer Vincent Kompany aufgrund einer Gelbsperre verpassen wird, steigt am 28. April auswärts in Paris. Das entscheidende Rückspiel, für das die Uefa-Sanktion drohen könnte, ist für den 6. Mai in der Münchner Allianz Arena vorgesehen.


Erstmeldung vom 17. April 2026, 14 Uhr: Einige Zuschauer hatten sich schon auf die Verlängerung eingestellt, als am vergangenen Mittwoch in der Champions League der FC Bayern gegen Real Madrid spielte. Doch im letzten Spielabschnitt gewannen die Bayern noch. Einige Fans in der Südkurve bewegte das so sehr, dass sie über den Zaun sprangen und bei den Werbebanden anstanden.

Im Nachgang wird klar: Laut Polizei haben sich dabei im Stadion am Kurt-Landauer-Weg mehrere Personen verletzt. Die Rede ist von Kopfplatzwunden, Cuts im Gesicht und einer bisher unbestätigten, kurzzeitigen Bewusstlosigkeit.

Ansturm der Fans bis zur Werbebande sorgt für Chaos am Spielfeldrand

Denn direkt hinter den Werbebanden befanden sich wie immer Journalisten und Fotografen, dazu einige Ordner, die den Ansturm der Fans offenbar nicht managen konnten.

Offenbar wurden bei dem Ansturm emotionalisierter Bayern-Fans vor allem Fotojournalisten verletzt. Derzeit sind der Münchner Kriminalpolizei mindestens vier Geschädigte bekannt. Auch ihr Equipment soll Schaden genommen haben. Die Schadenshöhe ist derzeit unbekannt.

Polizei sucht weitere Zeugen und Geschädigte

Dabei handelt es sich um einen 55-Jährigen aus Hanau (Hessen), einen 48-jährigen Australier mit Wohnsitz in München, eine 49-jährige Starnbergerin und um eine 62-jährige Münchnerin.

Das Kommissariat 23 hat jetzt die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Polizei hat auch einen Zeugenaufruf gestartet, um den Sachverhalt genauer zu klären. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere weitere Geschädigte, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen: Tel. 089/29100.

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