Diese Stars spielten für den FC Bayern München und den FC Liverpool

Die AZ zeigt, welche Stars beim FC Bayern München und beim FC Liverpool gekickt haben.
| S. Stuhlfelner, J. Schnabl
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Christian Ziege
Christian Ziege © dpa

Mit dem FC Bayern gewann Xherdan Shaqiri 2013 das Triple, nach einem Karriere-Tief brilliert er nun beim FC Liverpool. Er ist aber nicht der einzige Kicker, der sich das Trikot beider Teams überstreifte. Die AZ zeigt, welche Spieler für beide Klubs aufliefen.

München/Liverpool - Sein endgültiger Durchbruch beim FC Liverpool gelang Xherdan Shaqiri kurz vor Weihnachten. Nach 70 Minuten wechselte ihn Trainer Jürgen Klopp am 16. Dezember 2018 im Spiel gegen Manchester United ein – und der Schweizer wurde gegen den Erzrivalen zum Matchwinner. Mit seinen zwei Toren in der Schlussphase schoss er die Reds zum 3:1-Sieg. Shaqiri wurde von Fans und Mitspielern gefeiert.

"Es schien so, als würde jeder zu mir kommen, um sich zu bedanken", sagte der Offensivspieler damals dem "Guardian". "Leute kamen zu mir und sagten: ‘Du bist jetzt schon eine Legende’."

Wahrscheinlich war das im Überschwang der Gefühle ein bisschen übertrieben, aber eine wichtige Rolle spielt Shaqiri, der im Sommer für nur 15 Millionen Euro von Absteiger Stoke City zu Liverpool wechselte, nach einer kurzen Anlaufzeit in Klopps Team durchaus – und das nicht nur als Joker.

Häufig bildet er als Rechtsaußen zusammen mit Roberto Firmino und Sadio Mané eine offensive Dreierreihe hinter Stoßstürmer Mohamed Salah. Elfmal in 26 Premier-League-Spielen stand Shaqiri in der Startelf, in neun Partien wurde er eingewechselt. Dabei gelangen ihm sechs Tore und zwei Vorlagen.

"Wir waren eine große Familie"

"Der Trainer und auch die Mannschaft haben mir alles gegeben", schwärmte der gebürtige Kosovo-Albaner von Klopp und seinen Mitspielern. "Man sieht auf dem Platz, dass ich gerade sehr glücklich bin und vielleicht meinen besten Fußball überhaupt spiele."

In seinen Jahren bei Inter Mailand (2015) und Stoke City (2015-18) war ihm das nur selten gelungen. Auf seine Glanzzeit beim FC Bayern, als er 2013 unter Jupp Heynckes das Triple gewann, bevor er von Pep Guardiola für nicht mehr gut genug befunden wurde, blickt er freilich gerne zurück.

"Wir waren nicht einfach nur ein sehr gutes Team. Wir waren wie eine große Familie", schwärmt der 1,69-Meter-Mann vom Triple-Team, "ich denke, wir waren die beste Mannschaft, die Bayern in seiner Klub-Geschichte jemals hatte." Ob er im Achtelfinale der Champions League für Liverpool gegen seinen Ex-Klub auflaufen kann, ist wegen einer Bauchmuskelzerrung ungewiss. "Ich würde gerne gegen Bayern spielen, das wäre ein tolles Spiel für mich", hatte er vor der Auslosung gesagt.

Shaqiri ist nicht der erste Spieler, der für den FC Bayern und den FC Liverpool spielte, der zwischen München und Merseyside wechselte. Die AZ gibt einen Überblick:

Christian Ziege: Nach seiner Zeit beim FC Bayern (1990-1997) ging der gebürtige Berliner auf Europa-Tournee und landete beim FC Liverpool (2000/2001). Mit den Reds gewann er den FA-Cup und den League Cup.

Markus Babbel: Mir egal, sagte Babbel der AZ auf die Frage, welcher seiner Ex-Klubs ins Viertelfinale einziehen soll. Nach neun Jahren bei den Bayern wechselte er 2000 zu den Reds. Dort gewann der Münchner in vier Jahren den Uefa-Cup und europäischen Supercup.

Didi Hamann: Für Hamann machte sich der Wechsel nach England einst bezahlt. Zwar feierte er von 1993 bis 1998 mit den Bayern schon zwei Meisterschaften und den Uefa-Cup-Sieg, richtige Wertschätzung fand "Didi" aber erst auf der Insel. Die Bilanz nach sieben Jahren Liverpool (1999–2006): Ein Titel in der Champions League, einer im Uefa-Cup sowie zwei FA-Cup-Siege.

Xabi Alonso: "Einen Königstransfer" nannte Babbel in der AZ den Wechsel Alonsos von Real Madrid zu den Bayern (2014). Den Durchbruch schaffte der Spielmacher aber in Liverpool. Im ersten Jahr mit den Reds gewann er nach dem legendären Finale von 2005 (6:5 nach Elfmeterschießen nach 0:3-Rückstand) die Champions League – zusammen mit Hamann. Es folgten weitere fünf Jahre bis 2009.

Pepe Reina: Neun Jahre lang stand Reina bei den Reds zwischen den Pfosten, ehe er 2014 zum FC Bayern wechselte. Als Ersatz von Manuel Neuer kam er nur auf drei Einsätze.

Emre Can: Für die Profis der Bayern absolvierte der Deutsch-Türke nur vier Spiele. 2014 wechselte er aus Leverkusen nach Liverpool, wo er vier Jahre blieb. Im Finale der Champions League (2018) blieb der ganz große Erfolg aus.

Lesen Sie hier: Jürgen Klopp und der FC Bayern - Würde das überhaupt passen?

Lesen Sie hier: Dramen und Triumphe - Bayerns Historie gegen englische Klubs

 

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