Die Zeit drängt, Président! FC Bayern setzt Upamecano ein Ultimatum
In der Umkleidekabine an der Säbener Straße wurde Dayot Upamecano jüngst von Sacha Boey mit "Président", Präsident, begrüßt. Die beiden Franzosen des FC Bayern flachsten freilich nur. Der echte Präsident beim Rekordmeister ist Herbert Hainer. Und der wurde erst auf der letzten Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt.
Verlängerung hakt laut AZ-Informationen an zwei Details
Doch in eigener Sache ist Upamecano beschlussfähig. Er muss entscheiden, ob er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag in München verlängert, ob er dort weiter in der Abwehrzentrale neben Jonathan Tah regiert. Bislang warten die Bayern-Bosse vergebens auf ein oui oder non.
Doch wohl nicht mehr lange – die Zeit drängt, Président! Wie die „Bild“ berichtet, gibt es nun eine Deadline für Upamecano. Bis Mitte Februar soll er verlängern – oder im Sommer den Klub nach fünf Jahren ablösefrei verlassen. Grundsätzlich fühlt sich Upamecano bei Bayern wohl, die Zusammenarbeit mit Chefcoach Vincent Kompany gefällt dem Nationalspieler Frankreichs durchaus. Er bekommt Vertrauen vom Belgier, zahlt das mit guten Leistungen zurück.

Dreesen: "Wir haben ihm ein außerordentlich gutes Angebot gemacht"
Nach Informationen der AZ hängt es noch an zwei Details, bei denen sich die Spielerseite und die Bayern bisher nicht einigen können. Zum einen geht es um die Laufzeit des neuen Übereinkommens. Läuft das neue Arbeitspapier bis 2030 oder bis 2031?
Ein weiteres Thema: die Ausstiegsklausel. Während die Berater von Upamecano gern die Option hätten, bereits 2027 aus dem Vertrag herauszukommen, will der FC Bayern die Klausel gern erst für 2028 einbauen. Bei Gehalt und Handgeld (jeweils etwa 20 Millionen Euro) sollen sich beide Seiten einig sein – damit würde Upamecano zu den Spitzenverdienern gehören.

FC Bayern wird Angebot nicht mehr nachbessern
Die Konditionen, die mittlerweile seit Dezember auf dem Tisch liegen, will und wird man beim FC Bayern nicht mehr nachbessern. Das machten die Bosse in den letzten Wochen mehrfach klar. "Ich glaube, das, was er da liegen hat, das sollte er unterschreiben, denn es wird nicht besser", wurde CEO Jan-Christian Dreesen deutlich.
Der Verein habe ihm "ein außerordentlich gutes Angebot gemacht, weil er seit anderthalb Jahren jetzt auch sehr gut gespielt hat". Vor allem die Unkonzentriertheiten in entscheidenden Situationen hat Upamecano abgestellt. Trotz der guten Offerte: Die Upamecano-Seite beharrt auf ihren Forderungen, spielt dabei auch auf Zeit. So wird es für Bayern von Monat zu Monat schwerer, einen adäquaten Ersatz zu finden.
Eberl bleibt aktuell nur eine Standardantwort beim Thema Upamecano
Und Sportvorstand Max Eberl kann in der Öffentlichkeit nur wenig befriedigende Standardantworten zu geben. "Wir reden mit ihm und dann werden wir etwas verkünden, wenn es etwas zu verkünden gibt", sagte Eberl etwa jüngst. Davon haben die Münchner nun genug. Der FC Bayern will Planungssicherheit. Ein Beschluss muss in den nächsten Wochen her. Sie sind am Zug, Président!


