"Die Qualität der Bayern hat kein anderer Verein"

Vor dem Duell mit dem FC Bayern spricht Nürnbergs Sportvorstand über die gute Heimbilanz gegen die Bayern und über den Wert von Martínez
| SID
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Martin Bader (Sportvorstand 1. FC Nürnberg): „Das ist doppelt so 
viel Geld wie der Profi-Etat des 1. FC Nürnberg. Aber Bayern München 
hat sich das erarbeitet, da kann man nur gratulieren.“
dapd Martin Bader (Sportvorstand 1. FC Nürnberg): „Das ist doppelt so viel Geld wie der Profi-Etat des 1. FC Nürnberg. Aber Bayern München hat sich das erarbeitet, da kann man nur gratulieren.“

 

Vor dem Duell mit dem FC Bayern spricht Nürnbergs Sportvorstand über die gute Heimbilanz gegen die Bayern und über den Wert von Martínez

MÜNCHEN Martin Bader, für den 1. FC Nürnberg stehen mit den Duellen gegen Bayern München und die SpVgg Greuther Fürth zwei emotionsgeladene Derbys an. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in diese Spiele?

Mich interessiert im Moment nur das Derby am Wochenende gegen die Bayern. Mit dem anderen Derby beschäftige ich mich ab Samstag, 17.30 Uhr. Vorher treffen wir auf eine sehr, sehr spielstarke Mannschaft, die Bayern spielen momentan in der Bundesliga und in der Champions League eine optimale Saison. Ich spekuliere aber darauf, dass dieses Heimspiel ähnlich gut verläuft wie die Spiele gegen Augsburg und Wolfsburg, wo wir nichts zugelassen haben, und die jüngsten gegen die Bayern.

Von den vergangenen fünf Heimspielen gegen die Münchner hat der Club nur eines verloren...

Wir haben uns da immer gut aus der Affäre gezogen. Es muss unser Ziel sein, dass die Leute auch am Samstag wieder nach Hause gehen und schön stolz sein können auf ihre Mannschaft. Wir müssen dem FC Bayern ein Gegner sein, der es ihnen ungemütlich und schwer macht. Die Vergangenheit, das ist bloße Statistik. Aber das kann auch Motivation sein. Für die Fans, damit sie die Mannschaft bis zur 90., 92. Minute unterstützen werden. Und für die Mannschaft, weil sie sieht, dass sie gegen die Bayern in welcher Konstellation auch immer ein gutes Spiel machen kann.

Was imponiert Ihnen denn am FC Bayern derzeit jenseits der Ergebnisse?

Dass diese Ergebnisse nicht zufällig zustandekommen. Man hat das Gefühl, dass es gegen jeden Gegner nur eine Frage der Zeit ist, bis sie die Tore machen. Sie haben eine unheimliche Spielfreude und unglaubliche Qualität. Und sie können absolute Qualität von der Bank nachlegen. Jetzt haben sie ja fast alle Spieler an Bord, auch Mario Gomez ist wieder da, da wird es für alle anderen Mannschaften schwierig. Diese Qualität hat so kein Verein, das haben sie sehr gut zusammengestellt. Da kann man nur den Hut ziehen. Trotzdem haben wir gesehen, dass sie auch verlieren können, wie gegen Leverkusen.

Mit der Ablösesumme von 40 Millionen Euro, die die Bayern für Javi Martinez bezahlt haben, könnten Sie ihren kompletten Kader zwei Jahre unterhalten. Zeigt das das ungleiche Kräfteverhältnis?

Ja, aber das ist ein hervorragender Transfer, das wissen alle, die sich mit Martinez schon in den U-Mannschaften beschäftigt haben. Der Mann hat richtig Klasse. Wir werden da keine Neiddebatte anzetteln. Es ist toll, dass es einem deutschen Verein gelungen ist, einen spanischen Nationalspieler in die Bundesliga zu bewegen. Wenn ein Klub das Geld hat und es ausgeben kann: warum nicht? Die Bayern haben das Geld nicht geschenkt bekommen, sondern sich erarbeitet.

Das klingt fast unterwürfig.

Für uns ist es ein Privileg, jedes Jahr gegen den FC Bayern spielen zu dürfen. Wir setzen alles daran, dass das auch im nächsten und im übernächsten Jahr passiert. Aber der 1. FC Nürnberg stellt auch etwas dar – Tradition, Jugend-Konzept, gute Transfers und ein Trainerstab, der seit fast drei Jahren hervorragende Arbeit leistet: das alles kann sich sehen lassen und macht uns stolz.

All das reicht aber vielleicht nicht, um in der Liga zu bleiben. Denken Sie, je nach sportlicher Situation, über Zukäufe in der Winterpause nach?"

„Die sportliche Situation hat nichts damit zu tun, ob wir etwas machen oder nicht. Wir waren uns von Anfang an klar darüber, dass wir in so eine Lage kommen können, dass wir in dieser Region der Tabelle angesiedelt sein würden. Wenn wir etwas machen, wird das analog zum vergangenen Jahr ein Vorgriff auf die nächste Saison sein - also ein Transfer, den wir ohnehin machen würden. Diesen Gedanken haben wir seit dem Ende der ersten Transferperiode im Kopf.“

 

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