Die hartnäckigsten Bayern-Verfolger

In einer Woche startet die Bundesliga-Rückrunde. Dann fordert Gladbach Tabellenführer FC Bayern heraus. Doch auch Dortmund, Schalke und Bremen sind noch im Rennen – der AZ-Check.    
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Die hartnäckigsten Bayern-Verfolger: Dortmund, Schalke und Bremen sind noch im Rennen – der AZ-Check.
Firo/Getty/dpa Die hartnäckigsten Bayern-Verfolger: Dortmund, Schalke und Bremen sind noch im Rennen – der AZ-Check.

In einer Woche startet die Bundesliga-Rückrunde. Dann fordert Verfolger Gladbach Tabellenführer FC Bayern heraus. Doch auch Dortmund, Schalke und Bremen sind noch im Rennen – der AZ-Check

München - Am Freitag in einer Woche rollt endlich wieder der Ball: Dann startet die Bundesliga-Rückrunde mit der Partie Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern in die Rückrunde. Das Team um Dribbler Marco Reus ist nach der sensationellen Hinrunde einer der hartnäckigsten Bayern-Verfolger – und könnte mit einem Sieg bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter heranrücken. Drei weitere Mannschaften dürfen sich noch Hoffnung machen im Kampf um die Meisterschaft: zuallererst Borussia Dortmund, amtierender Meister und Tabellenzweiter, außerdem der FC Schalke 04 und Werder Bremen.

Zumindest nach außen proklamieren die Klubs ihre Saisonziele ganz unterschiedlich: Während sich Borussia Dortmund wie in der Meistersaison in Understatement übt, spricht man bei Schalke 04 ganz offen vom Titel. Bei den Bayern indes nimmt man sämtliche Ansagen der Konkurrenz gelassen. „Dortmund macht einen guten Job, aber jetzt muss man abwarten, wie lange sie sich auf dem Niveau bewegen“, sagte Trainer Jupp Heynckes. Und Sportdirektor Christian Nerlinger kitzelt die Dortmunder: „Ich freue mich auf die Kraftprobe.“ Ab nächster Woche wird sich zeigen, wer der Stärkste ist.

 


 BVB: Meister des Understatements

 

Lager-Bilanz:

La Manga, Spanien. Seit dem Reus-Coup ist die Stimmung beim Meister aufgekratzt bis angriffslustig. Coach Jürgen Klopp und Präsident Joachim Watzke gefallen sich mit verbalen Spitzen gegen den FC Bayern. So was nennt man wohl Oberwasser. Zugleich: Understatement! Das Erfolgsrezept des Vorjahres. Bayern sei uneinholbar wie Usain Bolt, flunkerte Klopp. Ha!

Transfers:

Nur einer, eigentlich eine Rückrufaktion: Marco Reus kehrt im Sommer zurück. Geht nicht über „Los“ und zu Bayern, sondern nach Hause. Was die Bayern wurmt, auch wegen des angekratzten Images vom Sehnsuchtsort eines jeden Kickers. Der Verbleib von Mario Götze könnte durch Kumpel Reus wahrscheinlicher werden. Ob der wechselwillige Barrios für zwölf Millionen Euro einen neuen Klub findet, ist offen.

Sorgenkinder:

Vor allem in der Abwehr: Neven Subotic (Adduktorenreizung) und Felipe Santana (Sprunggelenk) haben Probleme. Auch Götze, Sebastian Kehl (Muskelfaserriss) und Ilkay Gündogan (Zerrung) mussten aussetzen.

Aussichten:

Drei Punkte hinter Bayern, zuletzt mit gewaltigem Auftrieb. Wie von Bayern prognostiziert: der stärkste Konkurrent – mit einem Heimspiel gegen Bayern.

 



 

Schalke: Königsblaue Kampfansage

 

Lager-Bilanz:

Doha, Katar. Nachbar FC Bayern zwang Königsblau zum Ausweichen. Einmal schickte Huub Stevens seine Jungs auf Wüsten-Safari, prompt blieben einige stecken. Tags darauf flog Timo Hildebrandt heim - und wurde Vater: ein Sohn!

Transfers:

Obasi kam, Raul bleibt wohl. Völlig offen ist immer noch die Causa Farfan. Der Peruaner trainierte nach einem Innenbandriss solo. Es geht ums liebe Geld. Horst Heldt meinte: „Wenn er auf uns zukommt, finden wir eine Lösung.“

Sorgenkinder:

Außer Rotsünder Jermaine Joines: Lewis Holtby. Gerade erst genesen, bekam er einen Schlag auf den Knöchel. Sorgen muss man sich um Stürmer Klaas-Jan Huntelaar. Der meinte doch glatt: „Natürlich können wir Meister werden.“ Er ist halt noch nicht so lange bei Königsblau. Heldt konterte: „Von Meisterschaft redet Schalke nicht.“ Huntelaar schon.

Aussichten:

Drei Punkte hinter Bayern, spielerisch um Längen schwächer. Coach Huub Stevens ist allerdings abgezockt.

 

 


 

 

Gladbach: Unruhe und Schweigen

Lager-Bilanz:

Belek, türkische Riviera. Mit Dauerregen, Sturm und Unwettern hatte der Trainingsausflug begonnen, und auch der Reus-Verlust drückte die Stimmung zu Jahresbeginn nicht unerheblich.

Transfers:

Reus und Roman Neustädter (zu Schalke) sind im Sommer weg, Alexander Ring (finnischer Nationalspieler von HJK Helsinki) und Tolga Cigerci (A-Juniorenmeister mit Wolfsburg) schon da - so weit, so bescheiden. Die Reus-Millionen will Sportdirektor Max Eberl „sinnvoll einsetzen“. Abwehrchef Dante träumt derweil laut von europäischen Großklubs. Auch Trainer Lucien Favre lässt die Borussia zappeln. Er will nicht darüber sprechen, ob er seinen bis 2013 laufenden Vertrag erfüllen wird.

Sorgenkinder:

Nicht der Rede wert: Filip Daems, Juan Arango und Raul Bobadilla haben kurze Trainingspausen überwunden. Aussichten: Vier Punkte hinter Auftaktgegner Bayern. Reus’ Abgang und Favres Schweigen sorgen für Unruhe. Kaum zu glauben, dass es so weitergeht wie in der Vorrunde.

 


 

 

Werder: Der Traum von Diego...

Lager-Stimmung:

Belek, siehe Gladbach. Ansonsten hängt die Werder-Raute nach den Vertragsverlängerungen von Thomas Schaaf und Klaus Allofs wieder gerade. Und der Manager träumt von einer Rückkehr Diegos: „Das wäre toll.“

Transfers: Naldo bleibt – erst mal bis Mai. Und dann? Naldo sagt: „Ich bin Brasilianer und freue mich, wenn ich wieder in Brasilien spiele.“ Der Poker geht also weiter. Claudio Pizarro will im Frühjahr Bescheid geben. Derweil haben Sebastian Prödl und Marko Marin Angebote aus Italien. Dort haben Werders Späher Alexander Merkel, vom AC Mailand an Genua ausgeliehen, im Visier.

Sorgenkinder:

Mikael Silvestre hat wegen Knorpelschaden in dieser Saison noch nicht gespielt, kämpft sich nun wieder ran. Auch mit Fehlstunden: Marko Arnautovic (Grippe), Aaron Hunt (Adduktoren) und Naldo (Knieprobleme).

Aussichten:

Acht Punkte hinter Bayern. Und die Wundertüte von der Weser ist unberechenbar! Von Platz zwei bis acht ist alles drin.

 

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