"Der FC Bayern muss sich keine Gedanken machen": Klopp mit denkwürdigen Aussagen bei DFB-Vorstellung

Beim DFB beginnt eine neue Zeitrechnung. Jürgen Klopp wurde am Freitagvormittag um 11 Uhr in der DFB-Zentrale in Frankfurt als neuer Bundestrainer vorgestellt. Kurz vor der Pressekonferenz tagten noch der Aufsichtsrat und die Gesellschafter der DFB GmbH und die Co. KG in einer digitalen Schalte. Sie mussten noch zustimmen, dass Klopp einen Vertrag bis 2030 bekommt. Hier finden Sie die wichtigsten Aussagen des neuen DFB-Trainers, die auch den FC Bayern und seine Spieler betreffen.
Gab einstimmiges Votum für Klopp
"Ich kann mitteilen, dass wir die Gremiensitzung abgeschlossen haben und es ein einstimmiges Votum für Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer gab", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf einleitend auf der Pressekonferenz, auf der es etwas Tonprobleme gab. Co-Trainer wird unter anderem der Ex-Hachinger Sven Bender. Auch wurde nun offiziell, dass Per Mertesacker ab Januar 2027 Geschäftsführer Sport beim Verband wird. "Die Wahrheit ist, dass wir seit eineinhalb Jahren schon mit Per in Kontakt waren", enthüllte Neuendorf.
Anschließend durfte Klopp seine Visionen vorstellen. "Es ist eine große Ehre, hier heute zu sitzen", holte er aus: "Ich hatte schon eine Ahnung, wie groß das Amt des Bundestrainers ist, aber wenn man direkt damit in Verbindung ist, spürt man die Verantwortung noch mehr. Ich mache das Amt nicht für mich. Ich mache es für euch. An dem Tag, an dem ihr sagt, ich soll gehen, bin ich weg. Wenn ihr euch danebenbenehmt, bin ich weg." Denkwürdige Aussagen zum Start.
Ich hatte schon eine Ahnung, wie groß das Amt des Bundestrainers ist, aber wenn man direkt damit in Verbindung ist, spürt man die Verantwortung noch mehr.
"Ich habe mich schon immer um Dinge gekümmert, die den Verein betreffen", so Klopp weiter: "So mache ich das jetzt beim Verband. Ich fühle mich allen verpflichtet, die in Deutschland Fußballfans sind." Er wird oft in Frankfurt sein, kündigte er an. Seinen Wohnsitz hat Klopp seit kurzer Zeit in der Nähe von Wiesbaden.

Klopp: "Ich will, dass wir alle wieder Länderspiele schauen wollen"
Über seine Spielweise sagt Klopp: "Wenn wir die WM angeschaut haben, hätten wir schon intensiver spielen können. Das zu ändern, ist schon der Plan. Gegenpressing wird auch ein Thema sein und es soll eine klare Idee des Fußballs zu erkennen sein. Wir werden mit einer Viererkette und Flügeln spielen. Es werden Spieler Möglichkeiten bekommen, die jetzt noch nicht damit rechnen. Ich will da mutig sein. Ich habe Lust mit Jungs zusammenzuarbeiten, die Fußball spielen möchten, der allen gefällt. Die Leute sollen nach dem Spiel nach Hause gehen und sagen, das ist cool."
Über die Erwartungshaltung sagt Klopp: "Sind wir im Moment die Nummer eins? Nein. Können wir die elf Mannschaften vor uns schlagen? Das sollen wir in bestimmten Momenten möglich machen. Es ist eine Weile her, dass ich Länderspiele außerhalb der Turniere geschaut habe. Ich will, dass wir alle wieder Länderspiele schauen wollen."
Klopp: "Die Bayern müssen sich keine Gedanken machen"
Über die Rechtsverteidigerposition sagt Klopp: "Ich habe noch mit keinem gesprochen. Spielen wird, wer sehr gut ist und großen Bock hat. Ich habe wahnsinnig viele Ideen. Jeder, der berechtigt ist, für die Nationalmannschaft zu spielen, sollte Leistung bringen, weil ich werde schauen."
Über die Arbeit beim DFB sagt Klopp: "Ich werde tief in die Strukturen reingehen. Hat der Bundestrainer einen festen Parkplatz mit Schild? Auf dem Parkplatz wird ein Auto stehen. Die Bayern müssen sich keine Gedanken machen, dass ich jetzt nur noch Dortmund-Spieler einlade, weil ich Sven Bender als Co-Trainer habe und auch Joachim Watzke beim Verband arbeitet."

Datum für Klopp-Debüt steht bereits
Übrigens: Das Datum für die Klopp-Premiere steht auch schon. Deutschland trifft am 24. September in der Nations League in der Gruppe A2 auf die Niederlande. Anstoß wird um 20.45 Uhr sein.