Der FC Bayern ist nur noch einen Schritt von der Meisterschaft entfernt

Wenn der BVB mitspielt, kann der FC Bayern am Wochenende die Meisterschaft fix machen. Im weiteren Saisonverlauf winken dem Team von Trainer Vincent Kompany weitere Bestmarken. Warum die Münchner dennoch gewarnt sein sollten.
Bernhard Lackner |
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Der FC Bayern kann am Wochenende die 35. Meisterschaft fix machen.
Der FC Bayern kann am Wochenende die 35. Meisterschaft fix machen. © IMAGO/Markus Ulmer

Es gibt zugegebenermaßen unterhaltsame Dinge, als Borussia Dortmund in diesen Tagen beim Fußballspielen zuzusehen. An diesem Spieltag könnte es sich für die Fans des FC Bayern allerdings lohnen, zu verfolgen, was das einzig verbliebene Bundesliga-Konkurrentchen bei seinem Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) so treibt!

Hintergrund: Lässt der BVB im Kraichgau Punkte, haben die Bayern die Möglichkeit, ihre 35. Meisterschaft im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Sonntagabend rechnerisch fix zu machen. Vor dem 30. Spieltag liegen die Münchner zwölf Zähler vor der Borussia. Holt der FCB am Wochenende mehr Punkte als der BVB, ist ihm die Schale nicht mehr zu nehmen.

Die Meisterschaft ist dem FC Bayern nur noch theoretisch zu nehmen

Verliert der FC Bayern, ist die Schale rein rechnerisch auch noch für den BVB zu holen – selbst im Falle einer Niederlage bei der TSG. Wobei neben dem Zwölf-Punkte-Rückstand auch die klar schlechtere Tordifferenz – Dortmund (+31), Bayern (+78) – gegen ein westfälisches Wunder spricht. Der Titel ist dem Rekordmeister also ohnehin nur noch in der Theorie zu nehmen.

Unabhängig davon wird Trainer Vincent Kompany im Südschlager gegen den VfB Stuttgart, der als Tabellendritter noch voll im Rennen um die Champions-League-Qualifikation steckt, wohl ordentlich rotieren. Das spektakuläre Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid (4:3) unter der Woche ging ordentlich an die Substanz. So dürften am Sonntag einige Reservisten die Chance bekommen, sich gegen die Schwaben zu zeigen. Dass mit Rotation aber nicht zwingend ein Qualitätsabfall einhergehen muss, zeigte sich erst am vergangenen Samstag beim beeindruckenden 5:0-Sieg auf St. Pauli.

Diese Bestmarken kann der FC Bayern noch aufstellen

Ohnehin wird Kompany penibel darauf achten, die Spannung innerhalb der Mannschaft trotz der so gut wie fixen Meisterschaft hochzuhalten – schließlich ist die Saison für die Bayern noch lange nicht beendet. Alleine in der Liga sind noch einige historische Bestmarken in Reichweite. Harry Kane, der aktuell bei 31 Saisontreffern steht, schielt etwa noch immer auf den 41-Tore-Rekord von Robert Lewandowski.

Offensiv-Kollege Michael Olise (aktuell wettbewerbsübergreifend 29 Vorlagen) könnte zudem den Assist-Rekord von Holland-Ikone Johan Cruyff knacken, der in der Saison 1969/70 auf 34 Vorlagen kam.

Auch der Sieg-Rekord aus den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14, als die Bayern jeweils 29 Siege holten, ist noch drin. Aktuell stehen sie bei 24 Dreiern - der Rekordmeister müsste dafür bis Saisonende also jedes Ligaspiel gewinnen. Für die Bayern gibt es in der Liga also durchaus noch etwas zu erreichen!

Pep-Bayern als Warnung: Darum darf der FCB auf keinen Fall nachlassen

Und sollte die x-te Bestmarke als Motivation nicht reichen, braucht Kompany nur auf die Vergangenheit zu verweisen. 2014 holten die Münchner unter Pep Guardiola die früheste Meisterschaft aller Zeiten – seinerzeit war der Titel schon Ende März am 27. Spieltag fix. Darauf folgte ein massiver Spannungsabfall mit vier sieglosen Spielen in Folge – darunter eine 0:3-Klatsche im Klassiker gegen Borussia Dortmund und eine 0:4-Niederlage im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid, welche das Königsklassen-Aus besiegelte.

Unter Pep Guardiola kassierten die Bayern nach der fixen Meisterschaft eine 0:4-Klatsche im Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid und schieden aus der Champions League aus.
Unter Pep Guardiola kassierten die Bayern nach der fixen Meisterschaft eine 0:4-Klatsche im Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid und schieden aus der Champions League aus. © imago

Ein derartiges Szenario gilt es heuer im Hinblick auf die anstehende Crunchtime mit dem Pokal-Halbfinale bei Bayer Leverkusen (22. April) und den Champions-League-Krachern gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain (28. April, 6. Mai) um jeden Preis zu verhindern.

In diesem Sinne: Bloß nicht nachlassen, liebe Bayern!

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