Stavanger-"Drecksack" Tripic gibt zu: Die Provokationen gegen Olise waren lange geplant

Wer schon immer wissen wollte, wie sich ein Spieler verhält, dem man nachsagt, der sei "mit allen Abwassern gewaschen", dem sei der Auftritt von Zlatko Tripic am Dienstagabend gegen den FC Bayern zur Anschauung empfohlen. Er piesackte, er stichelte, er provozierte – und ging am Ende als gefühlter Sieger vom Platz.
Sein persönlicher Lieblingsgegner beim 3:3 gegen den deutschen Rekordmeister: Michael Olise. Den französischen Star hatte der 33-jährige Recke irgendwann derart provoziert, dass er sich dazu hinreißen ließ, ihm den Ball ins Gesicht zu werfen. Zusammen mit der Gelben Karte, die sich Olise unmittelbar zuvor wegen eines Foulspiels eingehandelt hatte, bedeutete das den Platzverweis für den in dieser Szene nicht ganz so nonchalant auftretenden Offensiv-Künstler. In der Folge drehte sich das Spiel zu Gunsten der Hausherren aus Stavanger, die durch einen Treffer von Herman Haugen noch zum 3:3 kamen. Vorlage? Natürlich Tripic!
Stavanger-Kapitän gibt zu: Provokationen gegen Olise waren geplant
Nach der Partie freute sich der Ex-Spieler der SpVgg Greuther Fürth diebisch über die Rote Karte, die er – wie er selbst offen zugab – vorsätzlich provoziert hat. "Es ist großartig", sagte Tripic beim Sender TV2 schmunzelnd über den Platzverweis (74.) beim Stand von 3:2 für die Bayern, "dass sich ein solcher Spieler – der höchstwahrscheinlich irgendwann den Ballon d'Or gewinnen wird – ein wenig über einen Jungen aus Oftebro und Lyngdal ärgert."
All die Provokationen und kleinen Nickeligkeiten seien von langer Hand geplant gewesen, gab Tripic zu, der bei Viking als "König von Stavanger" verehrt wird. "Er sollte es hier nicht zu gemütlich haben", sagte er über Olise. "Und als es mir gelang, seinen Fokus von dem abzulenken, was er außergewöhnlich gut kann, verlor er am Ende die Beherrschung und warf mir den Ball ins Gesicht. Ich habe das Gefühl, dieses Duell mit ihm gewonnen zu haben."

Eberl: Tripic hat "gespielt wie ein Drecksack"
Selbst Bayerns Sportvorstand Max Eberl kam nicht umhin, dem Kapitän der Stavanger für dessen provokativen Auftritt recht zu geben. Tripic habe "gespielt wie ein Drecksack, der wollte das Spiel gewinnen", so Eberl: "Wir haben uns provozieren lassen – und er hat das erreicht, was er wollte, nämlich, dass ein Spieler vom Platz fliegt." Der Mann ist halt echt mit allen Abwassern gewaschen...