"Das zeigt die Stärke dieser Mannschaft": Der FC Bayern zeigt gegen Leverkusen Moral

Dieser Trend spricht – trotz der nun immer noch neun Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze auf Borussia Dortmund – gegen die aktuelle Liga-Form der Münchner. Beim 1:1 in Leverkusen gingen die Bayern bereits das zweite Mal in den letzten drei Bundesliga-Spielen (ebenfalls mit 0:1 beim 3:2 in Dortmund) mit einem Rückstand in die Pause – das widerfuhr ihnen nun genauso oft wie in 43 Partien zuvor.
Nicht weiter schlimm. Die Mannen von Trainer Vincent Kompany haben ja Comeback-Qualitäten. Gerade, bei all den Unwägbarkeiten sowie Irrungen und Wirrungen dieses intensiven Spiels. Daher landete das Fazit von Max Eberl: "1:1 gewonnen – weil: In Unterzahl ist es wichtig, diesen Punkt zu holen. Ich glaube, für einen objektiven Zuschauer war es ein sehr spannendes, sehr unterhaltsames Spiel mit allem, was der Fußball zu bieten hat." Mit dem Schiedsrichter als einem der Hauptdarsteller.
"Bin unglaublich stolz auf die mentale Leistung der Jungs"
"Wir mussten mit vielen schwierigen Situationen und Entscheidungen umgehen und wollten nicht akzeptieren, dass uns diese runterziehen" meinte Jonathan Tah nach Abpfiff, stellte jedoch das Positive heraus: "Entscheidend ist, wie du als Mannschaft damit umgehst. Und ich finde, das haben wir überragend gemacht. Das zeigt die Stärke dieser Mannschaft."
Der Innenverteidiger forderte: "Genau das müssen wir auch in die nächsten Spiele mitnehmen." Und Kompany resümierte: "Ich bin unglaublich stolz auf die mentale Leistung der Jungs." Die mögen fast schon Rückstände bzw. das Ankämpfen dagegen. In dieser Bundesliga-Saison sammelten die Bayern dank ihrer mentalen Resilienz bereits 19 Punkte. Meisterlich. Kostet aber auch Energie.
"Haben eine sehr flexible Mannschaft"
Für Josip Stanisic, in den letzten Wochen einer der besten Münchner, war es "ein mehr als verdientes Unentschieden". Mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Der kroatische Nationalspieler: "Nach der ersten Roten Karte war es für uns schwieriger, zu pressen und anzulaufen. Man kann auch nicht mehr Mann gegen Mann auf dem ganzen Platz spielen – logisch. Nach dem zweiten Platzverweis konnten wir natürlich nicht mehr auf Sieg spielen, sondern wollten einfach nur noch verwalten. Das haben wir noch nie trainiert und ich hoffe, das wird uns auch nicht mehr passieren."
Dagegen sagte Kompany: "Kein Problem. Wir trainieren unterschiedliche Arten des Verteidigens und Pressings. Das hat uns gegen PSG (Rot für Luis Díaz vor der Pause, d.Red.) geholfen, das hat uns heute wieder geholfen. Wir haben eine sehr flexible Mannschaft."