Das steckt dahinter: FC-Bayern-Neuzugang Saibari trägt im Supercup Stutzen mit Löchern
Nur neun Pflichtspielminuten dauerte es, da hatte Neuzugang Ismael Saibari seinen ersten Titel mit dem FC Bayern gewonnen. Die Münchner sicherten sich am Samstagabend durch ein 2:1 bei Borussia Dortmund den Franz-Beckenbauer-Supercup. Der Marokkaner wurde dabei in der Schlussphase für Nathaniel Brown eingewechselt.
Eberl lobt Neuzugang Saibari
Für einen Startelfeinsatz hatte es nach seinem Muskelfaserriss bei der WM noch nicht gereicht. "Er wird immer besser", zeigte sich Sportvorstand Max Eberl mit dem Kurzeinsatz von Saibari zufrieden: "Das sieht man in seinen Aktionen." Der 25-Jährige arbeitete gegen den BVB eifrig gegen den Ball und versuchte, auch im Angriffsspiel Akzente zu setzen.
Wenngleich noch keine großen Wow-Momente dabei waren, schwärmte der Bayern-Boss von seinem Sommereinkauf: "Er ist ein unglaublich intelligenter Spieler, der sich in die Mannschaft einbringt und nach vorne super Qualitäten hat." Eberl ist sich sicher, dass der Rekordmeister an Saibari "noch viel Freude haben wird".
Er ist ein unglaublich intelligenter Spieler, der sich in die Mannschaft einbringt und nach vorne super Qualitäten hat.
Saibari setzt auf Stutzen mit Löchern
Ob das auch für die Zeugwarte des FC Bayern gilt? Denn die müssen wohl nach jedem Spiel neue Stutzen für den 25-Jährigen besorgen. Der Grund: Schon vor den ersten Pflichtspielminuten waren die an den Waden völlig durchlöchert. Und das lag nicht daran, dass Saibari bereits beim Aufwärmen mit seinen Teamkollegen Grätschen übte. Die Löcher wurden absichtlich reingemacht.
Durch den verringerten Druck auf die Wadenmuskulatur erhofft er sich, weniger anfällig für Krämpfe zu sein. Konkret soll das gelockerte Material die Muskulatur nicht so stark einschnüren. Auch bei der Nationalmannschaft und in den Testspielen beim 1. FC Heidenheim (4:2) und gegen RB Leipzig (2:1) konnte man die Nummer "35" damit rumlaufen sehen.

Löcher in den Stutzen sind laut Bundesliga-Regularien verboten
Übrigens: Erlaubt ist das nach den Statuten der Bundesliga eigentlich nicht. In Richtlinie 42.1.c.iii. für Spielbekleidung und Ausrüstung heißt es: "Sichtbare Unterziehsocken und Stutzen dürfen keine Löcher enthalten." Ob Saibari das also in der Liga künftig unterlassen muss, um einer Strafe zu entgehen, wird sich zeigen.
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