Das Fußball-Wunder spricht: „Dienstag? Da hab’ ich Spätdienst“

„Es hilft nur ein Wunder“ heißt es. Die AZ hat nachgefragt. Ein nicht ganz ernstes Gespräch mit dem Wunder, das dem FC Bayern gegen Barcelona zum Einzug ins Finale der Champions League helfen soll.
| Interview: Thomas Becker
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Das Meisterstück: Anderssons (Mitte) Titelschuss 2001.
imago Das Meisterstück: Anderssons (Mitte) Titelschuss 2001.

AZ: Herr Fußball-Wunder, seit Katja Ebstein wissen wir: Wunder gibt es immer wieder. Wie oft werden Sie aktiv?

FUSSBALL-WUNDER: Ach, wissen Sie, das ist eine Sache von Angebot und Nachfrage. Je nachdem, wie locker der Geldbeutel sitzt.

Was kosten Sie denn so?

Fixpreise gibt’s nicht. Ist alles Verhandlungssache.

Der übelste Geschäftspartner?

Als Wolfsburg Meister werden wollte: Das war nervig, Mannomann! Die hatten’s so was von nötig! Fetten Sponsor, aber rumzicken mit dem Zaster: Das sind mir die Liebsten!

Lassen Sie sich auch mal in Naturalien auszahlen?

Ich habe schon eine Schwäche fürs Münchner Bier. Was glauben Sie denn, warum Bayern so oft Meister wurde?

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Schon mal gratis gearbeitet?

Ein Mal und nie wieder! In Cordoba, in den 70ern. Da hatte ich Mitleid mit den Ösis. Aber seitdem führen die sich auf! Die sind narrisch geworden.

Ihr Lieblingsauftrag?

Das „Kopfball“-Tor von Maradona! Mit 1,65m gegen lauter Engländer! „Die Hand Gottes war’s!“, hat er gesagt. Ein Schluri, aber irgendwie süß.

Auch mal Aufträge abgelehnt?

Fragen Sie nicht, wie oft Leverkusen und Schalke die Schale haben wollten. Und wie oft diese Löwen aufsteigen wollten! Lächerlich. Dafür ist mir die Zeit zu schade. Da würde doch jeder sagen: Jetzt übertreibt er aber, der Wunder!

Ihr Meisterstück?

Der Freistoß von Patrik Andersson, 2001 beim HSV. Den nehmen mir die Schalker noch in 100 Jahren krumm.

Wie wird man Wunder? Haben Sie einen Abschluss?

Ich bin Autodidakt. Wunder kann man nicht lernen.

Und Ihre Kollegin, die Sensation, ist bloß eine Etikettenschwindlerin, stimmt’s?

Das ist ‘ne ganz Nette. Wir teilen uns schon mal die Arbeit.

Verwandt mit dem Bayern-Dusel?

Nee, gar nicht, ich hab’ ihn aber auf Facebook geliked.

Beckenbauer sagte, er glaubt nicht an Fußball-Wunder...

Der soll die Klappe halten! Ohne mich hätte der nie vom Weißbierglas getroffen!

Lesen Sie hier: Liveticker: FC Bayern gegen FC Barcelona

Haben Sie Mitarbeiter? Den ein oder anderen Schiri?

Hey, das ist Betriebsgeheimnis. Keine Namen!

Schon mal mitten im Spiel umgeschwenkt?

Das passiert öfter. Alles eine Geldfrage.

Klingt nach Wettmafia...

Hören Sie mir auf! Die Typen machen mich fertig! So kann man doch nicht arbeiten!

Was war überhaupt beim „Finale dahoam“ los?

Dasselbe wie beim 2:1 von ManU 1999: Die Engländer haben einfach besser gezahlt.

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Das 6:1 gegen Porto war günstiger, oder?

Daher stammt ja der Begriff Porto-Kasse, Sie Ahnungsloser!

Wie sieht’s denn mit Dankbarkeit aus? Hat Mario Götze aus Rio eine Karte geschickt?

Nix, null, nada! Keine Zeile! Der hat’s bei mir verbockt. Jetzt kriegt er halt die Quittung.

Was passiert, wenn Sie mal in Rente gehen? Haben Sie einen Nachfolger aufgebaut?

Machen Sie sich keine Sorgen. Verlängerung und Elferschießen kriege ich noch hin.

Ach ja, ganz vergessen: Dienstagabend schon was vor?

Ja, da hab’ ich Spätdienst.

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