Dante happy: Und Confed auch!

Triple-Rapper Dante und sein Bayern-Kollege Luiz Gustavo holen die WM-Generalprobe mit Brasilien. Jetzt will der Vorsänger bei Guardiola um 20 Tage Urlaub bitten.
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Mattenvergleich: Brasiliens Dani Alves (l.) macht einen auf Dante. Der Bayern-Star mit der echten Lockenpracht findet sein Double prima. Foto: firo/AK
firo/Augenklick Mattenvergleich: Brasiliens Dani Alves (l.) macht einen auf Dante. Der Bayern-Star mit der echten Lockenpracht findet sein Double prima. Foto: firo/AK

Triple-Rapper Dante und sein Bayern-Kollege Luiz Gustavo holen die WM-Generalprobe mit Brasilien. Jetzt will der Vorsänger bei Guardiola um 20 Tage Urlaub bitten.

RIO DE JANEIRO Das Tamburin hatte Dante schnell zur Hand, Neymar tanzte dazu. Die Rasenparty der Brasilianer nach dem Gewinn des Confed-Cups, der Generalprobe für die Wm 2014, brauchte schließlich einen Samba-Rhythmus. Und Dante feierte das 3:0 gegen Spanien als habe er – wie sein Bayern-Kollege Luiz Gustavo – jede Minute des Turniers mitgemacht, dabei war er auch am Sonntag im Maracaná-Stadion von Rio nur Zuschauer.

Das ist einem Dante egal. Und zweitens ist Gustavo, auf dem Platz eher Zerstörer, auch nicht der begabteste Tänzer, eher ein veritabler Sänger dank seiner Bass-Stimme. Als einer der Letzten aus der Selecao kam Party-Tier Dante aus der Kabine – tanzend, klar. „Wir wussten, wenn wir gewinnen, gibt uns das Selbstvertrauen”, sagte der 29-Jährige auf Deutsch und zählte strahlend auf: „Ich habe meinen fünften Titel: Supercup, Meisterschaft, Pokal, Champions League und heute.” Und Confed auch – könnte Dante, der mit seinem Triple-Hit „Und Pokal auch!” die Charts stürmte, singen.

Nun haben beide Bayern-Brasilianer erstmal Ferien. Wie lange? „Ich muss erst mal den neuen Trainer anrufen”, meinte Dante, „ich weiß noch nicht, wie lange ich Urlaub habe. 15 Tage, 18, 20 vielleicht.” Realistisch ist, dass sie nach drei Wochen wieder an der Säbener Straße sein müssen – nur eine Woche vor dem Supercup-Finale der Bayern in Dortmund (27. Juli). Da dürften sie erstmal außen vor sein.

Doch der Kampf um die Stammplätze unter Pep Guardiola ist noch weit weg – erstmal heißt es genießen. Neymar (44.) und Fred (2./47.) mit ihren Treffern verwandelten das Maracaná in ein Sambadrom. 197 Millionen Brasilianer glaubten nun, was ihnen Trainer Luiz Felipe Scolari zurief: „Wir dürfen träumen!” Von der „Hexa Campeao”, dem sechsten WM-Triumph im nächsten Jahr.

„Wir müssen noch viel arbeiten, um dahin zu kommen, wo Spanien und Deutschland sind, auch Argentinien darf man nicht vergessen”, sagte Trainer Scolari. Neymar (21) wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt, erhielt den Goldenen Ball. „Wir haben die beste Mannschaft der Welt mit einigen der besten Spielern der Welt bezwungen”, meinte der künftige Teamkollege der Barca-Stars, „Brasilien hat der Welt gezeigt, dass man uns Respekt entgegenbringen muss.”

Brasilien vergaß für einen Moment die Proteste der vergangenen Tage. Staatspräsidentin Dilma Rousseff, die dem Finale aus Angst vor Pfiffen ferngeblieben war, gratulierte der Mannschaft „an diesem historischen Tag” in einem Schreiben. Der Unmut von Teilen der Bevölkerung warf auch am Finaltag einen Schatten auf die „Mini-WM”. Wieder gab es Tränengas gegen Demonstranten. Dass Fifa-Präsident Sepp Blatter dennoch vom „besten Confed Cup aller Zeiten” sprach – na ja, vielleicht sportlich. 

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