Chelsea: Gefährliche, alte Männer

In der englischen Premier League ist Chelsea schlecht wie nie. Der Weg in die Königsklasse führt wohl über Bayern und das Finale am 19. Mai
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Böse Zungen behaupten, Chelsea sei eine Ansammlung alter Herren, die national zwar alles gewonnen haben, international aber titellos bleiben werden. In der Tat spielt das Gerüst aus Torwart Petr Cech (29), Linksverteidiger Ashley Cole (31), Kapitän John Terry (31), Mittelfeldmotor Frank Lampard (33) und Stürmer Didier Drogba (34) seit sechs Jahren zusammen.
AP Böse Zungen behaupten, Chelsea sei eine Ansammlung alter Herren, die national zwar alles gewonnen haben, international aber titellos bleiben werden. In der Tat spielt das Gerüst aus Torwart Petr Cech (29), Linksverteidiger Ashley Cole (31), Kapitän John Terry (31), Mittelfeldmotor Frank Lampard (33) und Stürmer Didier Drogba (34) seit sechs Jahren zusammen.

In der englischen Premier League ist Chelsea schlecht wie nie. Der Weg in die Königsklasse führt wohl über Bayern und das Finale am 19. Mai

LONDON Seit Roman Abramowitsch beim FC Chelsea das Zepter schwingt, gehört die Champions League zu den Blues wie der Tower zu London. Seit 2003 war Chelsea in der Premier League nie schlechter als auf Platz drei ins Ziel gelaufen, dreimal gewann man den Titel (’05, ’06, ’10). Beides wird diese Saison definitiv nicht passieren – vor dem letzten Spieltag steht Chelsea nur auf Platz sechs. Die Champions League kann man wohl nur mit einem Sieg gegen den FC Bayern als Titelverteidiger erreichen – die vor sieben Jahren eingeführte „Lex Liverpool” macht’s möglich.

Pikant daran ist, dass in diesem Fall der Vierte der englischen Liga plötzlich nicht mehr an der Königsklasse teilnehmen dürfte. Arsenal (3., 67 Punkte), Tottenham (4., 66) und Newcastle (5., 65) stehen am Wochenende vor einem Herzschlagfinale mit Cliffhanger-Effekt – der Vierte holt am 19. Mai womöglich die Bayern-Schals raus. Chelsea könnte die Geschichte mit einem Sieg gegen den FC Liverpool im Nachholspiel (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) nochmal extra spannend machen.

Letztlich geht der Fokus bei den Blues aber jetzt schon klar auf München. „Was wurden wir nicht schon heruntergemacht: Wir seien zu alt, über dem Zenit und würden nicht zusammenhalten. Aber wir sind immer dann zur Stelle, wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen”, sagt Kapitän John Terry, der in München rotgesperrt fehlen wird. Abramowitsch mag über eine Milliarde Euro in den Klub gesteckt haben, sein großer Traum blieb ihm bis dato unerfüllt: der Champions-League-Triumph. Im Februar stand Chelsea nach einem 1:3 im Achtelfinal-Hinspiel gegen den SSC Neapel vor den Scherben einer Saison, nun ist der große Titel greifbar nahe. „Wir haben eine große Aufgabe vor uns, das war seit der Stunde null das Ziel”, sagte Terry.

Und angesichts der Tabellensituation ist es vielleicht schon die letzte Möglichkeit für Terry, Frank Lampard, Didier Drogba und Co. „Sie standen jetzt sechsmal im Halbfinale. Gut möglich, dass es für einige die letzte Chance ist”, sagte Bayerns Arjen Robben. Er warnt: „Sie werden hochmotiviert sein. Wir sind vielleicht leichter Favorit, aber wir müssen aufpassen, Chelsea ist gefährlich.”

Finale dahoam - der große Vergleich FC Bayern vs. Chelsea

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