Mehr als zehn Leihspieler: Wer geht und wer kommt zurück beim FC Bayern?
Zumindest eines scheint bei den vielen Leihgeschäften des FC Bayern ziemlich sicher: Stürmer Nicolas Jackson, der vor der Saison für 16,5 Millionen Euro vom FC Chelsea ausgeliehen wurde (plus geschätzt 14 Millionen Euro Jahresgehalt), wird nicht fest zu den Münchnern wechseln. 65 Millionen Euro als fixe Ablösesumme für den 24-jährigen Senegalesen sind zu hoch, Chelsea muss wohl einen anderen Abnehmer für Jackson finden. Daran ändern auch dessen gute Auftritte zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach (4:1) und Atalanta Bergamo (6:1) nichts. Jackson gelangen zwei Tore und zwei Vorlagen.

Die Rolle als Back-up von Harry Kane ist mittelfristig nicht zufriedenstellend für Jackson, sodass er sich höchstwahrscheinlich neu orientieren wird. "Es ist ein bisschen schwierig, wenn Harry Kane auf deiner Position spielt oder Michael Olise oder Luis Díaz", sagte Trainer Vincent Kompany, der Jackson sehr schätzt.
Perspektiven im Kader des FC Bayern
Und wie Jackson geht es auch anderen Spielern. Die Qualität in der ersten Elf ist so hoch, dass es kaum möglich ist, Stammkräfte zu verdrängen. Gerade junge Spieler müssen daher auf ihre Chance lauern – und sie dann nutzen. Wie Lennart Karl in dieser Saison. Der 18-Jährige könnte ein Vorbild sein für andere Nachwuchskräfte. Etwa für Felipe Chávez.

Der 18-jährige Peruaner, der sogar schon in der Nationalmannschaft debütierte, ist noch bis Saisonende an den 1. FC Köln verliehen, für das Team von Trainer Lukas Kwasniok kam Chávez bislang 13 Minuten zum Einsatz. Trotz dieser relativ geringen Spielzeit ist Chávez in Köln zufrieden – und die Kölner Verantwortlichen mit ihm. Der zentrale Mittelfeldspieler hat sich körperlich weiterentwickelt, in den kommenden Wochen wird er wohl öfter auf dem Platz stehen.
Im Sommer wird Köln nach AZ-Informationen die Kaufoption für Chávez ziehen und ihn fest verpflichten. Das heißt jedoch nicht, dass der FC Bayern nicht an sein Juwel glaubt – im Gegenteil: Wie die AZ erfuhr, haben die Münchner für 2027 und 2028 ein Rückkaufsrecht bei Chávez. Intern wird er als großes Talent gesehen.
Kompany schätzt ihn: Aseko wird im Sommer von Hannover zurückkehren
Gleiches gilt für Noel Aseko. Der 20-Jährige wird nach jetzigem Stand im Sommer von Zweitligist Hannover 96 zurückkehren und um einen Platz im Zentrum kämpfen. Selbst dann übrigens, falls Hannover aufsteigen sollte. Leon Goretzka verlässt bekanntlich den FC Bayern – das könnte die Möglichkeit für Aseko sein, auf Spielzeit zu kommen.

Kompany schätzt die Qualitäten des deutschen U21-Nationalspielers, in Kürze soll es nach AZ-Informationen ein Gespräch zwischen Kompany und Aseko über dessen Perspektive geben. Hannover hat zwar eine Kaufoption in Höhe von einer Million Euro, Bayern kann Aseko aber für 2,5 Millionen Euro direkt zurückkaufen.
Eher schwierig sind hingegen die Aussichten für Arijon Ibrahimović (1. FC Heidenheim), Jonah Kusi-Asare (FC Fulham), Maurice Krattenmacher (Hertha BSC), Armindo Sieb (Mainz 05), Lovro Zvonarek (Grasshopper Club Zürich) und Tarek Buchmann (1. FC Nürnberg), die abermals verliehen oder verkauft werden könnten. Bei Ibrahimović geht die Tendenz nach AZ-Informationen Richtung Verkauf. Der 20-jährige Offensivspieler wird nicht mit Heidenheim in die 2. Liga gehen, er hat mehrere Anfragen von ambitionierten Klubs aus der Bundesliga und dem Ausland vorliegen.

Palhinha, Peretz und Co.: Ungewisse Zukunft für Leihspieler
Ganz sicher abgegeben werden sollen João Palhinha (Tottenham Hotspur), Daniel Peretz (FC Southampton), Bryan Zaragoza (AS Rom) und Sacha Boey (Galatasaray). Da winken Millionen-Einnahmen. Auch bei Alexander Nübel sieht es nach einem Verkauf aus, wobei der Stuttgart-Keeper nach AZ-Informationen durchaus eine Chance bei Bayern sieht, sollte Manuel Neuer seine Karriere beenden. Dies entscheidet sich Ende März/Anfang April.
Spannende Wochen also für Bayerns Leihspieler – und die Verantwortlichen Max Eberl und Christoph Freund.

