Champions League: Real Madrid mit Kampfansage gegen FC Bayern

Real Madrid gibt sich vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Bayern selbstbewusst. "Wir wissen, was zu tun ist", tönt Mittelfeldabräumer Casemiro.
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Real Madrid um Kapitän Sergio Ramos gibt sich selbstbewusst vor dem Rückspiel gegen Bayern.
dpa Real Madrid um Kapitän Sergio Ramos gibt sich selbstbewusst vor dem Rückspiel gegen Bayern.

Madrid - Cristiano Ronaldo und Toni Kroos waren beim Abschlusstraining am Ostermontag bester Stimmung, die Weltstars von Real Madrid zeigten fast kindliche Spielfreude.

Und als Zinédine Zidane wenig später den Ausfall seines Schlüsselspielers Gareth Bale für das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag (20.45 Uhr/Sky und AZ-Liveticker) gegen Bayern München bestätigte, tat er dies ungerührt.

Der Trainer der Königlichen prophezeite zwar "ein schwieriges Spiel von der ersten bis zur letzten Minute" gegen den deutschen Rekordmeister. Doch so richtig glaubt in Madrid keiner mehr daran, dass es noch mal eng werden könnte gegen die einstige "bestia negra", den Angstgegner längst vergangener Tage. Das eindrucksvolle 2:1 im Hinspiel in München hat das ohnehin große Selbstvertrauen der Spanier bis an den Rand zur Arroganz gesteigert.

"Die Bayern haben eine sehr starke Mannschaft und sind sehr gefährlich", meinte Mittelfeldmann Casemiro, aber: "Wir wissen, was zu tun ist." Auch ohne Bale, der wegen seiner Wadenprobleme aus dem Hinspiel nicht zur Verfügung steht. "Er hat noch Schmerzen und ist noch nicht zu hundert Prozent fit", sagte Zidane, der im Clßsico gegen Erzrivale FC Barcelona am Sonntag wieder auf den Waliser hofft. Gegen die Bayern will Zidane "seine Gesundheit nicht riskieren".

Odense als mahnendes Beispiel

Egal. Dann spielt halt Isco, 24, spanischer Nationalspieler, Doppeltorschütze am Samstag beim glücklichen 3:2 von Reals B-Elf ohne Neun bei Sporting Gijon. "Er verdient es, zu spielen - wie jeder andere auch", sagte Zidane, der sich bei aller Zuversicht nicht zu tief in die Karten blicken lassen wollte. "Wir müssen mit all unserer Stärke spielen und das Beste tun. Wir dürfen nicht spekulieren, müssen auf Sieg spielen", sagte er.

Aber einen Auswärtserfolg haben die Königlichen in ihrer langen und ruhmreichen Europacuphistorie bislang nur ein einziges Mal noch verspielt: Im Achtelfinale des UEFA-Pokals 1994/95, als Odense BK sensationell 2:0 im Estadio Bernabéu gewann.

An eine Wiederholung dieser Schmach glaubt keiner in Madrid, obwohl die beiden Innenverteidiger Pepe und Raphael Varane erneut fehlen und die Bayern diesmal mit Real-Schreck Robert Lewandowski stürmen werden. "Wir wissen, dass Lewandowski außergewöhnlich gut ist, aber er ist Spieler des FC Bayern und da sind alle gut. Deshalb sollten wir uns darauf konzentrieren, was wir machen", sagte Zidane achselzuckend. Er wisse, dass die Bayern "sehr gefährlich sein können, sie haben aber auch Schwächen".

Der große Franzose lächelte viel am Montag, nur einmal wurde er schmallippig, als er über seine Zukunft reden sollte. Das Hausblatt Marca hatte am Morgen berichtet, dass Präsident Florentino Pérez sich für eine weitere Saison mit Zidane (Vertrag bis 2018) entschieden habe - hat sich die Position des Trainers nun verändert? "Nein, nichts hat sich geändert, ich arbeite von Tag zu Tag", sagte Zidane. Und: "Die Spieler vertrauen mir und glauben an das, was ich ihnen sage." Den nächsten Beweis dafür will er am Dienstag liefern.

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