"Bisschen schwierig mit der Zeitverschiebung": Neuer hatte vor der PK einen wichtigen Termin

Mit dem Nachwuchs ist das hier bei der WM in Nordamerika so eine Sache. Alles nicht so einfach, auch und gerade für den Oldie, für Kapitän Manuel Neuer.
"Ihr kennt es ja von euren Familien, es ist ein bisschen schwierig mit der Zeitverschiebung", meinte der 40-Jährige im Gespräch mit den Journalisten im Hörsaal der Wake Forest Universität von Winston-Salem. Die Heimat ist sechs Stunden voraus. Und so hatte Neuer noch einen wichtigen Termin vor der Pressekonferenz: Mit seinem Sohn Luca.
Neuer bringt Sohn Luca per Videoanruf ins Bett
Für den Zweijährigen war es zu Hause am Tegernsee Zeit ins Bett zu gehen. Per Videoanruf hatte Papa Neuer seinen Sohn "gerade ins Bett gebracht, er war kurz in der Badewanne, vorher beim Kinderturnen", berichtete der Nationaltorhüter mit einem Strahlen im Gesicht.
Ob seine Frau Anika (26) im Laufe des Turniers noch nach Nordamerika nachreist? Das sei "ein Ziel", antwortete Neuer, er würde sich freuen, wenn’s klappt.
Nach Einsatz gegen Elfenbeinküste: Neuer neuer WM-Rekordtorhüter
Der Bayern-Torwart spielt seine fünfte Weltmeisterschaft, sein insgesamt neuntes Turnier (vier Europameisterschaften). Mit seinem 125. Länderspiel stieg Neuer beim 7:1 gegen Curacao zum ältesten DFB-Nationalspieler der Geschichte auf. Am Samstag, wenn es im zweiten Gruppenspiel in Toronto (22 Uhr, ZDF & MagentaTV) gegen die Elfenbeinküste geht, löst er mit dann 21 WM-Einsätzen den Franzosen Hugo Lloris als WM-Rekordtorhüter ab. Doch persönliche Rekorde nicht sein Ding, das nimmt der gebürtige Gelsenkirchener im Vorbeigehen mit. Die wahren Gründe seiner Rückkehr?
Erstens kann er nicht so gut nein sagen, wenn er gebeten wird, sein Land bei einem Turnier zu repräsentieren, dies sei schließlich "ein absolutes Geschenk". Und zweitens winkt ein wirklich einmaliger Rekord: sein zweiter WM-Titel. Das hätte er als Deutscher exklusiv, schließlich ist kein anderer der 2014er-Weltmeister von Brasilien mehr im aktuellen Kader. Ob es tatsächlich für den großen Wurf reichen könnte? "Ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu, sonst würde ich jetzt nicht hier sitzen", sagte Neuer bestimmt. Er hätte ja Besseres zu tun, zu Hause bei der Familie.