Kommentar

Bischof und Pavlovic spielen groß auf: Für Kimmich wird's eng

In Abwesenheit von Joshua Kimmich zeigen Aleksandar Pavlovic und Torschütze Tom Bischof gegen Serbien eine starke Leistung. Für den DFB-Kapitän könnte es nun eng werden, kommentiert AZ-Chefreporter Sport Maximilian Koch.
von  Maximilian Koch

Gut möglich, dass Jürgen Klopp am Donnerstagabend sein Mittelfeld der Zukunft präsentiert hat. Während Kapitän Joshua Kimmich den überzeugenden 2:0-Sieg gegen Serbien von der Haupttribüne der Allianz Arena aus anschauen musste, brillierten Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic, Kimmichs Bayern-Kollegen, im Zentrum.

Bischof war nicht nur wegen seines Tores zum 1:0 der herausragende Spieler auf dem Platz. Er gewann defensiv viele Zweikämpfe und beschleunigte das Spiel nach vorne mit präzisen, vertikalen Pässen. Pavlovic räumte auf der Sechserposition mit der Ruhe eines Wiesn-Kellners auf, brachte seine Dynamik und Laufstärke ein.

Bischof und Pavlovic passen zum intensiven Klopp-Fußball

Das passte - auch mit Florian Wirtz davor als Zehner. Es wäre naheliegend, wenn Klopp am Sonntag in Griechenland ebenfalls mit diesem harmonischen Trio spielen lassen würde - und auch in den Monaten danach. Denn eine solche Präsenz und Geradlinigkeit im Mittelfeld wie gegen die Serben hat man schon lange nicht mehr gesehen bei der deutschen Mannschaft. Kimmich und Felix Nmecha kamen da zuletzt nicht ran. Bischof und Pavlovic passen besser zum intensiven Klopp-Fußball, sie müssen diese Leistung nun bestätigen. 

Der DFB-Coach wird die Kimmich-Causa mit seiner Erfahrung und Empathie lösen, ganz sicher. Dass er seinen Spielführer nach zwei Spielen wie geplant heimschickte, obwohl dieser beim Team bleiben wollte, ist zumindest ein kleines Zeichen gewesen. Für Bischof und Pavlovic könnte die gemeinsame DFB-Zukunft gerade begonnen haben. 

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