Kommentar

Beruhigende Bestätigung für den FC Bayern: Premier League erlebt Königsklassen-Debakel

Trotz gigantischer Transfer-Ausgaben gelang keinem englischen Vertreter in den Achtelfinal-Hinspielen der Champions League ein Sieg, teilweise setzte es sogar herbe Niederlagen. Eine wohltuende Bestätigung für den FC Bayern, kommentiert AZ-Chefreporter Sport Maximilian Koch.
von  Maximilian Koch

So mancher englische Fußball-Fan tappt Jahr für Jahr in die Falle, die heimische Premier League zu über- und die europäische Konkurrenz zu unterschätzen. Von "Farmers League" hört man oft, wenn beispielsweise über die Bundesliga und die Dominanz des FC Bayern gesprochen wird.

Zugegeben: Die Verlockung ist da, wenn die englischen Klubs mal wieder einen Transferrekord brechen und den anderen Ligen die besten Spieler wegkaufen. Wie Florian Wirtz. Im Sommer waren es in England mehr als 3,59 Milliarden Euro für Neuzugänge - so viel wie nie zuvor. Mit weitem Abstand folgten die italienische Serie A (1,19 Milliarden Euro), die Bundesliga (856 Millionen), die spanische La Liga (684 Millionen) und die Ligue 1 aus Frankreich (661 Millionen).

Kein englisches Team gewinnt Achtelfinal-Hinspiel – zwei kassieren heftige Pleiten

Und was hat es gebracht? Mitte März kann man festhalten: relativ wenig. Insgesamt sechs Premier-League-Teams hatten sich fürs Achtelfinale der Champions League qualifiziert, der FC Liverpool, Newcastle United, Tottenham Hotspur, der FC Arsenal, Manchester City und der FC Chelsea, doch keinem einzigen englischen Vertreter gelang in den Hinspielen ein Sieg. Es gab zwei Unentschieden (für Arsenal gegen Leverkusen und Newcastle gegen den FC Barcelona), sonst nur Niederlagen. Darunter Klatschen wie das 2:5 von Chelsea bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain und das 0:3 von Pep Guardiolas ManCity bei Real Madrid.

Bestätigung für Bayern: Der Henkelpott lässt sich nicht kaufen

Englische Ernüchterung. Und ein Beleg, dass auf der Insel sehr viel Geld für sehr viel Durchschnitt ausgegeben wird. In der europäischen Spitze kann aktuell höchstens Arsenal mithalten. Ein ganz neuer Trend ist das übrigens nicht: In den vergangenen 13 Spielzeiten gab es nur drei englische Sieger. Viel zu wenig angesichts der immensen Ausgaben. Und zugleich beruhigend für besser wirtschaftende Klubs wie Bayern: Den Henkelpott kann man sich nicht erkaufen - zumindest nicht jedes Jahr.

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