Bayerns Weg nach Budapest: Diese Kracher drohen den Münchnern

Die Münchner wollen im letzten Gruppenspiel in Eindhoven den zweiten Platz sichern – das hätte mehrere Vorteile. Im Achtelfinale sind Kracher möglich: "Wäre ein schönes Finale gegen Arsenal."
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Nach dem 1:2 gegen Augsburg nun in Eindhoven auf Wiedergutmachung aus: Die Bayern-Stars Harry Kane (l.) und Michael Olise.
Nach dem 1:2 gegen Augsburg nun in Eindhoven auf Wiedergutmachung aus: Die Bayern-Stars Harry Kane (l.) und Michael Olise. © IMAGO/Midori Ikenouchi/Hasan Bratic/DeFodi Images

Man darf davon ausgehen, dass Joshua Kimmich diesmal besser vorbereitet ist. Und die Uefa-Regularien bis ins kleinste Detail kennt. Denn es war schon kurios, dass ausgerechnet Kimmich, der Ehrgeizling und Vorzeigeprofi des FC Bayern, nach dem 2:0 gegen Union Saint-Gilloise vergangene Woche über die Bedeutung des zweiten Platzes in der Champions-League-Tabelle aufgeklärt werden musste. "Das wusste ich tatsächlich gar nicht, dass es dann so gegeben ist, dass man die Rückspiele zu Hause hat", sagte Kimmich und grinste: "Jetzt will ich Zweiter werden!"

Trainerduell am Mittwoch: Bayerns Vincent Kompany (l.) und Eindhovens Peter Bosz.
Trainerduell am Mittwoch: Bayerns Vincent Kompany (l.) und Eindhovens Peter Bosz. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Das wollen sie alle beim FC Bayern vor dem abschließenden Vorrundenspiel am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) bei der PSV Eindhoven. Ein Remis genügt im Philips-Stadion, um Platz zwei zu sichern. Was neben der Prämie in Höhe von 9,625 Millionen Euro weitere Vorteile mit sich bringen würde: Bayern würde zum einen im Achtelfinale sowie in einem möglichen Viertelfinale und Halbfinale Heimrecht im Rückspiel haben. Mit den eigenen Fans im Rücken einen Rückstand drehen oder in eine Verlängerung gehen – das kann durchaus helfen.

Und zum anderen würde Bayern erst im Finale wieder auf Spitzenreiter FC Arsenal treffen können. Die "Gunners" hatten Bayern beim 3:1 die erste Saisonniederlage zugefügt.

Bayerns Weg ins Finale

"Wir wollen versuchen, diesen zweiten Platz zu behaupten", sagte Sportvorstand Max Eberl: "Dann gehst du Arsenal aus dem Weg und hast bis zum Halbfinale im Rückspiel Heimrecht. Das ist ein ehrenwertes Ziel, was wir jetzt gegen PSV zu erreichen haben." Aber Vorsicht: Die Niederländer kämpfen ihrerseits noch ums Weiterkommen, als 22. könnte die PSV bei einer Niederlage noch aus den Playoff-Rängen rutschen. Im Prinzip muss Eindhoven gewinnen – und Bayern darf nicht verlieren. Sonst hätte das Team von Trainer Vincent Kompany "nur" bis zum Viertelfinal-Rückspiel Heimrecht.

Ein Finale gegen den FC Arsenal würde ihm gefallen: Bayern-Verteidiger Jonathan Tah.
Ein Finale gegen den FC Arsenal würde ihm gefallen: Bayern-Verteidiger Jonathan Tah. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK

Klar ist: Die Münchner haben in dieser Saison das große Ziel, erstmals seit dem Corona-Titel 2020 wieder ins Finale einzuziehen und den Henkelpott zu holen. Seitdem gelang nur einmal der Sprung ins Halbfinale – 2024 unter Ex-Coach Thomas Tuchel. Zu wenig.

"Der FC Bayern hat immer den Anspruch, in jedem Wettbewerb Titelanwärter zu sein", sagte Verteidiger Jonathan Tah im Dezember im AZ-Interview: "Und ich glaube, dass wir uns jetzt eine gute Basis aufbauen, um am Ende der Saison um alle Titel mitspielen zu können. In diesem Prozess sind wir schon sehr, sehr weit. Aber natürlich kommt es letztlich auf die entscheidenden Spiele an."

Einen Wunschgegner fürs Endspiel hätte Tah auch. "Das wäre ein schönes Finale gegen Arsenal", sagte er über eine mögliche Revanche.

Im Achtelfinale könnte auf Bayern schon ein Kracher warten

Doch auf dem bayerischen Weg ins Endspiel am 30. Mai in der Puskás Arena in Budapest gibt es zunächst noch einige Hürden zu überwinden. Im Achtelfinale am 10./11. sowie am 17./18. März würde Bayern auf ein Team treffen, das die Tabelle auf den Rängen 15, 16, 17 oder 18 abschließt. Aktuell wären das Juventus Turin (15.), Borussia Dortmund (16.), Galatasaray Istanbul (17.) und Qarabağ Ağdam (18.), wobei der BVB gegen Galatasaray und Juve gegen Qarabağ um einen Platz im Achtelfinale spielen würde.

Es könnte aber auch noch kniffliger werden, weil den Tabellensechsten Paris Saint-Germain und den 18. Qarabağ nur drei Zähler trennen. Heißt: Neben PSG könnten am letzten Spieltag unter anderem der FC Chelsea, der FC Barcelona, Manchester City oder Inter Mailand auf die für Bayern relevanten Positionen abrutschen. Damit würde es schon im Achtelfinale zu einem Knaller kommen. Übrigens: Auch ein Bundesliga-internes Duell mit Dortmund oder Bayer Leverkusen wäre theoretisch möglich. Viel Rechnerei, viel Konjunktiv.

Am wichtigsten ist für Kimmich und Bayern: Nicht verlieren am Mittwoch in Eindhoven!

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