Bayerns neuer Ruhepol: Butt-Butt-Buddha

Jörg Butt, Bayerns Torhüter, der Michael Rensing abgelöst hat, überzeugt auch beim 1:0 in Bielefeld mit Ruhe. Er will auch nächste Saison die Nr. 1 sein - Trainer Jürgen Klinsmann schließt das nicht aus.
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Seit dem Rückspiel beim FC Barcelona die neue Nummer eins im Bayern-Tor: Jörg Butt (34).
dpa Seit dem Rückspiel beim FC Barcelona die neue Nummer eins im Bayern-Tor: Jörg Butt (34).

Jörg Butt, Bayerns Torhüter, der Michael Rensing abgelöst hat, überzeugt auch beim 1:0 in Bielefeld mit Ruhe. Er will auch nächste Saison die Nr. 1 sein - Trainer Jürgen Klinsmann schließt das nicht aus.

BIELEFELD Ein paar Mal riefen die Bayern-Fans aus ihrer Ecke in der Schüco-Arena noch nach ihrem Liebling: „Mi-cha-el Ren-sing!“ Am Ende der Partie freilich etwas zaghafter. Zum einen, weil Rensing wegen einer Sehnenverletzung im Finger gar nicht mitgereist war nach Ostwestfalen. Zum anderen, weil Rensing-Nachfolger Jörg Butt sie überzeugt hatte: Stets sicher, vor allem bei Flanken und in der Strafraumbeherrschung (Rensings Schwachstelle), dazu erstaunlich cool. Auch sein zweites Ligaspiel beendete Butt zu Null. 4:0 gegen Frankfurt, 1:0 in Bielefeld.

Butt bleibt. Im Tor. Und gelassen. Wenn er den Ball hat, rufen die Fans Butt-Butt-Butt. Sie könnten auch Butt-Butt- Buddha rufen, so ruhig wirkt er. Der 34-Jährige, im Sommer 2008 von Benfica Lissabon gekommen, spricht ja nicht gern über sich. Das Ego des gebürtigen Oldenburgers ist nicht sehr ausgeprägt. „Ein Arbeitssieg“, sei das gewesen, sagte er. Doch die Mannschaft mache es ihm leicht: „Mit Lucio habe ich ja lange in Leverkusen zusammen gespielt, und auf Micho (Martin Demichelis, d. Red.) kann man sich als Torhüter schnell einstellen.“

Das eigene Verdienst? Das erwähnte Trainer Jürgen Klinsmann: „Jörg hat eine Glanztat in der ersten Halbzeit gezeigt. Wir wollten auf ihn mit seiner Ruhe und seiner Ausstrahlung bauen. Die Abwehr genießt das, Jörg führt die Jungs da hinten, er ist ein Leader.“

Bis Saisonende bleibt Butt Stammtorhüter – auch darüber hinaus? „Natürlich kann ich mir das vorstellen“, sagte Butt, „alles andere wäre ja Wahnsinn.“ Den Ehrgeiz hat er – aber auch eine Perspektive? Die Nationaltorhüter Robert Enke (Hannover) und René Adler (Leverkusen) gelten als mögliche Zugänge. Bleibt Klinsmann, bleibt dann auch Butt die Eins? Der Coach sagt: „Im Fußball ist nichts ausgeschlossen.“ Und Rensing? Während Butt zum Rivalen ein „normales Verhältnis“ haben will, sagte Klinsmann: „Wir stehen zu Michael, seine Entwicklung wird weitergehen.“ Bloß wo?

P. Strasser

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