Bayerns Leverkusen-Szenario: Warum vier Duelle in sechs Wochen möglich sein können
An Bayer Leverkusen hat der FC Bayern ganz sicher nicht die schlechtesten Erinnerungen. Klar: Die Werkself durchbrach in der Saison 2023/24 die Meisterserie der Münchner, holte sogar das Double und warf Bayern in der folgenden Spielzeit aus dem DFB-Pokal. Doch auf europäischer Ebene war das Team von Trainer Vincent Kompany klar überlegen, setzte sich im Champions-League-Achtelfinale der vergangenen Saison souverän mit 3:0 und 2:0 durch.

Und genau zu diesem Duell könnte es jetzt wieder kommen in der Königsklasse. Nach dem Weiterkommen in den Playoffs gegen Olympiakos Piräus (0:0 und 2:0) liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent, dass Leverkusen am Freitag (ab 12 Uhr) in der Uefa-Zentrale in Nyon als Bayern-Gegner gelost wird. Auch Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo wären für Kompanys Team möglich. Der BVB geht am Mittwochabend (18.45 Uhr/DAZN) mit einem 2:0-Vorsprung ins Rückspiel in Italien.
Leverkusen wünscht sich Arsenal
Wenn man sich bei den Leverkusener Spielern nach dem dürftigen 0:0 gegen Olympiakos so umhörte, nannte keiner von ihnen den FC Bayern als Wunschgegner – sondern den FC Arsenal, also den zweiten möglichen Kontrahenten, der die Vorrunde als Erster abgeschlossen hatte. "Wenn ich es mir wünschen kann, dann Arsenal, weil es für mich ein bisschen mehr Flair hat, nach London zu fliegen", sagte Jonas Hofmann.
Und Kapitän Robert Andrich meinte: "Dass es ein Topklub werden wird, war uns von vornherein klar. Ich bleibe bei meiner Meinung: Ich würde ungern eine deutsche Mannschaft haben, damit vielleicht noch genug deutsche Mannschaften drin bleiben können."
Bayern gegen Leverkusen: Vier Duelle in sechs Wochen möglich
Und damit auch ein bisschen Abwechslung reinkommt. Denn das Duell Bayern gegen Leverkusen könnte es im März und April gleich viermal geben innerhalb von sechs Wochen. Im Detail: Das Champions-League-Achtelfinale findet zwischen dem 10. und 18. März statt. Dazwischen liegt das Bundesliga-Spiel zwischen beiden Klubs in Leverkusen am 14. März. Und im DFB-Pokal-Halbfinale müssen die Münchner am 21./22. April ebenfalls in der BayArena antreten.

Bayerns Leverkusen-Szenario – am Freitag wissen Kompany und seine Spieler Bescheid, ob es dazu kommt. Mögliche Gegner im Viertelfinale wäre dann Manchester City, Sporting Lissabon, der FK Bodö/Glimt und der Sieger der Playoff-Paarung Real Madrid/Benfica Lissabon. Auf Arsenal könnte Bayern erst im Finale am 30. Mai in Budapest treffen. Inklusive Halbfinale hat Kompanys Mannschaft immer Heimrecht im Rückspiel. Ein Vorteil?
Bayern-Angstgegner Inter Mailand ist schon raus
Positiv für Bayern: Ein Angstgegner der vergangenen Jahre ist schon mal raus aus der Champions League. Inter Mailand unterlag in den Playoffs klar und verdient gegen den norwegischen Außenseiter Bodö/Glimt (1:2 und 1:3). Inter hatte Bayern im Viertelfinale der Vorsaison aus dem Wettbewerb geworfen, ebenso in der Spielzeit 2010/11 im Achtelfinale und zudem das Finale 2010 in Madrid mit 2:0 gegen die Münchner gewonnen.
Koa Inter in dieser Saison! Das ist klar. Aber vielleicht Leverkusen. Am Freitag werden die Münchner gespannt nach Nyon blicken – und sich gleichzeitig auf den Bundesliga-Gipfel in Dortmund am Samstag (18.30 Uhr) vorbereiten. Die entscheidenden Wochen dieser Spielzeit beginnen jetzt.
"Es wird vielleicht das schwierigste Spiel", sagte Kompany: "Wir sind heiß drauf, es ist perfekt für uns. Sie glauben, dass sie gegen uns etwas holen können. Wir glauben das Gleiche. Das ist ein Topspiel." Eines von vielen in nächster Zeit.

