Bayern-Star Kimmich stapelt vor Länderspielen tief: "Nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben"

Kapitän Joshua Kimmich fordert Einsatz und Teamgeist von den DFB-Kollegen. Der Trainer-Staff der Nationalmannschaft wird durch einen ehemaligen Fitnesscoach des FC Bayern ergänzt.
von  Maximilian Koch
Hat bei der WM viel vor: DFB-Kapitän Joshua Kimmich.
Hat bei der WM viel vor: DFB-Kapitän Joshua Kimmich. © IMAGO/DeFodi Images

Klare Ansage vom Kapitän: Joshua Kimmich will sich von seinen bisher enttäuschenden Turnier-Erfahrungen nicht beirren lassen und fordert von seinen Kollegen einen totalen Fokus auf die WM im Sommer. "Am Ende zählt das, was wir auf den Platz bringen. Auch der beste Kader der Welt hat keine Garantie, Titel zu gewinnen", sagte der Bayern-Star vor den ersten Länderspielen des Jahres am Freitag in der Schweiz und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana.

Als warnendes Beispiel nannte Kimmich die WM 2018 in Russland, als Deutschland wie vier Jahre später in Katar in der Gruppenphase scheiterte. "2018 hatte wir vielleicht den besten Kader der Welt und wir wissen, wohin es uns geführt hat. Dementsprechend ist es nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben, sondern am Ende das beste Team der Welt zu haben", forderte der 31-Jährige. Dem müsse sich nun "jeder unterordnen".

Kimmich hofft darauf, dass sich die Automatismen einspielen

In der Schweiz und gegen Ghana müsse sich die DFB-Elf wichtige Automatismen, aber auch ein gutes Turnier-Gefühl aufbauen. Es gehe darum, dass "sich eine Achse einspielen kann", sagte der 31-Jährige. "Ziel ist es, zwei positive Ergebnisse zu erzielen", sagte Kimmich. Noch wichtiger sei aber, zweimal die gleiche positive "Herangehensweise" zu zeigen. Als Beispiel nannte der 106-fache Nationalspieler das 6:0 zum Abschluss der WM-Qualifikation gegen die Slowakei.

Für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sieht Kimmich andere Teams der DFB-Auswahl leistungsmäßig noch voraus. "Es ist so, dass wir nicht zu den Topfavoriten zählen", sagte der Bayern-Profi. Dafür habe man 2018 und 2022 "nicht abgeliefert".

DFB setzt auf ehemaligen Fitnesscoach des FC Bayern

Aus diesen Enttäuschungen resultiert für Kimmich nun der Auftrag an die Kollegen. "Klar erwartet man, dass sich jeder dem großen Ganzen mit 100 Prozent hingibt und alles reinwirft, dass wir uns entwickeln und dass wir dann auch bereit sind, wenn es dann wirklich darum geht", sagte der DFB-Kapitän.

Spannend: Dafür setzt die Nationalmannschaft auf einen zusätzlichen Fitnesscoach. Wie der DFB bekannt gab, ergänzt der Belgier Bram Geers bis einschließlich der Weltmeisterschaft im Sommer das bisherige Team aus Nicklas Dietrich und Krunoslav Banovcic.

Der 32-Jährige arbeitet beim belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht als Performance Director. Zuvor war er für den FC Bayern und den englischen Premier-League-Klub FC Burnley tätig. Ob es hilft?

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.