Bayern-Präsident Hainer: Nach Corona wird es mehr Investoren geben

Bayerns Präsident Herbert Hainer glaubt, dass nach dem Ende der Corona-Pandemie vermehrt Investoren in Fußballklubs einsteigen werden. Profitieren könnten laut ihm auch kleinere Vereine.
| AZ/dpa
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Bayern-Präsident Herbert Hainer erwartet nach Corona mehr Investoren im Fußball.
Bayern-Präsident Herbert Hainer erwartet nach Corona mehr Investoren im Fußball. © Arne Dedert/dpa

Düsseldorf - Präsident Herbert Hainer vom FC Bayern München erwartet als Folge der Corona-Krise einen vermehrten Einstieg von Investoren im internationalen Fußball. "Ich glaube, dass mehr Geld von außen reinkommen wird", sagte Hainer am Mittwoch auf dem SpoBis-Kongress in Düsseldorf: "Zum einen, weil viele Klubs durch die Corona-Krise gebeutelt sind, teilweise schon davor. Zum anderen würde es dem Sport nicht schlecht tun, wenn professionelleres Management in die Klubs reinkommt. Nicht jeder Klub und jeder Verband ist schließlich so geführt, dass automatisch Erfolg reinkommt."

Hainer: Auch kleinere Klubs für Investoren interessant

Die Investoren könnten sich durchaus nicht nur für die Top-Vereine interessieren, sondern auch für die kleineren mit Potenzial, glaubt Hainer. "Es gibt unterschiedliche Motive. Aber wer auf Rendite schaut, geht dort rein, wo er Wachstums-Möglichkeiten sieht", sagte Hainer und sieht auch in der Einflussnahme ins Tagesgeschäft Vorteile für Vereine: "Wenn jemand weiß, wie man erfolgreich Unternehmen aufbaut, dieses Wissen weitergibt und nicht glaubt, er sei der bessere Trainer, dann ist das sehr Erfolg versprechend."

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Daran, dass irgendwann eine Super League kommt, glaubt der 67-Jährige nach dem Scheitern des ersten Anlaufs nicht. "Ich will das nicht für alle Ewigkeiten von der Hand weisen. Aber kurzfristig wird sie sicher nicht kommen", sagte Hainer: "Dafür war der Aufschlag zu hart."

Hainer erneuert Forderung nach Gehaltsobergrenze

Zudem wiederholte er seine Forderung nach einer Gehaltsobergrenze. "Es braucht eine Reglementierung bei Spielergehältern, Transfersummen und Beratergehältern", sagte Hainer: "Es wurde schon lange darüber gesprochen, es ist nie passiert. Vielleicht ist die Krise eine Chance, das Thema jetzt anzupacken, damit der Sport überleben kann."

Für nicht sinnvoll hält Hainer die angedachte Umstellung auf einen Zwei-Jahres-Rhythmus bei der Austragung von Weltmeisterschaften. Auf die Frage, ob der FC Bayern seine Spieler dann nicht abstellen würde, sagte der Präsident: "Wir würden nicht per se sagen, wir machen nicht mehr mit. Aber wir würden im Vorfeld ganz klar unsere Position beziehen. Ich bin der Meinung, dass es nicht vernünftig ist."

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