Bayern-Keeper Urbig feiert in München sein Debüt dahoam: "Mein ganzes Leben darauf hingearbeitet"
Drittes Klopp-Länderspiel, dritter Torhüter. Gegen Serbien darf Bayerns Jonas Urbig ran, er wird am Donnerstag in der Allianz Arena seine DFB-Premiere feiern. "Das ist sehr besonders für mich. Ich freue mich sehr. Ein Moment, auf den ich mein ganzes Leben hingearbeitet habe", sagte der 23-Jährige am Mittwochabend in der Allianz Arena. Auch auf der Torhüter-Position geht das Casting des neuen Bundestrainers munter weiter. Dabei stellt Jürgen Klopp seine Keeper offenbar nach Alter, Erfahrung und Hierarchie zwischen die Pfosten.
Bei seinem Debüt als Bundestrainer in den Niederlanden (1:1) schenkte der 59-Jährige Marc-André ter Stegen (34) sein "Heimspiel" in dessen Wahlheimat Amsterdam. Der Ajax-Torhüter darf sich ebenso wenig als Nummer eins fühlen wie Alexander Nübel (29) von Besiktas Istanbul, der beim 0:1 gegen Griechenland das Tor hütete – und nicht Lokalmatador Finn Dahmen (28) vom FC Augsburg.
Urbig durfte sogar zur WM mitreisen, obwohl er nicht im Kader stand
Nun also Urbig, der Stellvertreter und Kronprinz von Torhüter-Legende Manuel Neuer (40) beim FC Bayern. Bei der WM im Sommer in Nordamerika war er bereits als vierter Keeper dabei – nicht im offiziellen Kader, als Trainingsgast. Urbig ("Ich will jeden Tag mein Bestes geben. Wir geben am Donnerstag alles") sammelte wertvolle Erfahrungen und konnte beobachten, wie sich der kurzfristig abservierte Oliver Baumann (36), der im Herbst 2025 die gesamte WM-Qualifikation bestritten hatte, als Ersatz von Rückkehrer Neuer zusammenriss.
Urbig, der glaubt, "dass mir Manuel am Spieltag eine Nachricht schicken wird", gilt als Mann der Zukunft. Ab der Saison 2027/28 als Neuer-Erbe in München und spätestens mit Blick auf die EM 2028 in Großbritannien und Irland auch in der Nationalelf. "Jonas hat die richtige Mentalität. Er wird sicher irgendwann die Nummer eins in Deutschland sein", sagte kürzlich Bayern-Trainer Vincent Kompany erstaunlich offensiv und fügte hinzu: "Ob das in einem oder in fünf Jahren sein wird - keine Ahnung."
Nach Neuers erneutem Rücktritt im Anschluss an die desaströse WM hatte Klopp Baumann für seine ersten beiden Kader nicht eingeladen und betont: "Wir haben keinerlei Torhüterproblem." Am Sonntag in Griechenland könnten dann Dahmen oder Noah Atubolu (24), der Neu-Frankfurter, ins Tor rücken.
