Baum verrät vor dem Duell gegen den FC Bayern: Trainerteam hat KI-Assistenten

AZ: Herr Baum, am Samstag treffen Sie mit dem FC Augsburg auf den FC Bayern. Was erwarten Sie für ein Spiel?
MANUEL BAUM: Der Prozess ist bei uns immer der Gleiche. Wir haben für uns festgelegt, dass wir nicht darauf schauen, wer unser Gegner ist. Es ist nicht gut, wenn man einen Gegner, der weiter oben in der Tabelle ist, erhöht und eine Mannschaft, die weiter unten ist, schlechter sieht. Das Entscheidende ist, dass wir lösungsorientiert an die Sache herangehen. Das machen wir mit den Bayern genauso wie mit Elversberg.
FCA will gegen den FC Bayern stark in der Balleroberung agieren
Was ist denn die Lösung für einen Sieg gegen den FC Bayern?
Die kann ich jetzt nicht verraten. (lacht) Grundsätzlich muss man sich aber zwei Fragen stellen: Wie schaffen wir es, dass wir gegen sie ein Tor schießen? Wie schaffen wir es, Bälle zu erobern? Wir dürfen nicht mit der Haltung herangehen, das Tor zu verhindern, sondern, dass wir den Ball erobern wollen. Wenn man gegen die Bayern nur darauf gepolt ist, kein Gegentor zu bekommen, werden wir das Spielziel nicht erreichen. Und das ist, dass wir ein Tor mehr schießen als der Gegner.
Unsere Spieler sind deshalb in der Bundesliga, weil sie gut sind.
Die Offensive der Bayern hat Namen wie Michael Olise und Harry Kane. Kann man die überhaupt komplett ausschalten?
Je höher die individuelle Qualität ist, desto weniger reicht ein einzelner Spieler. Da kommt es viel auf das Kollektiv an. Aber am Ende zählt bei uns in Augsburg der Grundsatz: Keep it simple. Wir wollen es einfach halten. Unsere Spieler sind deshalb in der Bundesliga, weil sie gut sind. Und das wollen wir auf den Platz bringen.

FC Augsburg arbeitet mit KI-Assistenten für Mitarbeiter
Sie sind ein Trainer, der gerne über den Tellerrand schaut. Gibt es etwas, dass Sie sich von Vincent Kompany abgeschaut haben?
Wenn man auf die Evolution der Trainer schaut, was gerade gefragt ist, ist derzeit das Thema Führung mit am wichtigsten. Heißt: Wie schaffe ich es, einen Menschen zu Höchstleistungen zu bringen? Und das nicht nur bei den Spielern, sondern auch dem gesamten Trainerteam. Und das kann Kompany.
Da ist schon das Ergebnis gewesen, dass wir durch die KI-Assistenten viele Ressourcen einsparen konnten.
Sie haben unter anderem auch KI-Assistenten beim FC Augsburg eingeführt. Wie läuft das?
Die Frage war: Wie schaffen wir es, noch effizienter zu arbeiten? Da ist schon das Ergebnis gewesen, dass wir durch die KI-Assistenten viele Ressourcen einsparen konnten. Wir haben damit also mehr Zeit für andere Dinge. Es ist also ein zusätzliches Tool, das uns hilft. Wir sollten es aber nicht überhöhen.
KI spart Zeit beim FC Augsburg
In welchen Bereichen hat es geholfen?
Jeder Fachbereich hat bei uns nun einen virtuellen Assistenten. Die Videodaten fließen zum Beispiel mittlerweile automatisch in unser System und wir können dann relativ schnell Korrelationen erstellen und spielrelevante Informationen bekommen.