Ballon d'Or: Yamal sorgt für Wirbel – so reagiert Harry Kane

Welcher Fußballstar bekommt in diesem Jahr den Ballon d'Or? Bayern-Torjäger Kane zählt zu den heißen Kandidaten. Im Wahlkampf lässt er sich verbal nicht locken - auch nicht nach dem nächsten Rekord.
von  AZ/dpa
Zwei Bayern für große Auszeichnungen: Michael Olise (l) und Harry Kane.
Zwei Bayern für große Auszeichnungen: Michael Olise (l) und Harry Kane. © Harry Langer/dpa

Im heißen Wahlkampf um den Ballon d'Or lässt sich Bayern-Torjäger Harry Kane nicht zu einem öffentlichen Schlagabtausch etwa mit dem spanischen Jungstar und Weltmeister Lamine Yamal verleiten. "Jeder hat seine Meinung, jeder hat seine Art, sich auszudrücken", sagte der Engländer angesprochen auf Aussagen des 19 Jahre alten Stars des FC Barcelona.

Laut Lamal sollte der Ballon d'Or "an den besten Spieler der Welt gehen" und "nicht an einen Spieler, der 80 Tore geschossen hat". Dafür gebe es den Preis als Torschützenkönig. Die Aussage wurde als Spitze gegen Kane eingeordnet. Der 33-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 73 Pflichtspieltreffer.   

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Nach seinem nächsten Torrekord in der Fußball-Bundesliga beim 7:0 gegen Union Berlin reagierte Kane auch auf mehrfache Nachfrage zu Yamal gelassen. "Wir wissen nicht, was er genau meint", sagte er zu den Aussagen des Spaniers: "Jeder ist anders. Jeder hat seine Meinung, jeder hat seine Art."

Kane: Es gibt viele Kandidaten

Yamal sei "ein unglaublicher Spieler, er hatte eine großartige Saison, wie viele Spieler", sagte Kane und zählte auf: "(Kylian) Mbappé, Michael (Olise), Rodri. Es gibt viele Kandidaten. Darum wird dieses Jahr vielleicht mehr darüber diskutiert", sagte Kane. 

Der Bayern-Torjäger, der in der Champions League mit dem FC Bayern und mit der englischen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft den internationalen Titel jeweils knapp verpasste, blickt freilich auch gespannt der Verleihung am 26. Oktober in seiner Heimatstadt London entgegen.  

"Ich rede nicht wirklich gern über mich selbst. Ich lasse lieber meinen Fußball für mich sprechen, meine Taten auf dem Platz", sagte er am Freitagabend nach dem Union-Spiel. Dabei knackte er in seinem 98. Spiel die 100-Tore-Marke, das gelang so schnell keinem Bundesliga-Profi vor ihm. 

Eberl: Es muss ja Wahlkampf gemacht werden   

"Die Ballon d'Or-Vergabe liegt nicht in meiner Hand. Was ich im vergangenen Jahr erreicht habe, darauf bin ich extrem stolz, nicht nur auf die Tore", sagte Kane. Auf die Frage, wen er wählen würde, antwortete er lachend: "Das ist eine unmögliche Frage." Das behalte er lieber für sich. 

Einen kleinen Seitenhieb gegen Yamal mochte sich Bayerns Sportvorstand Max Eberl dagegen nicht verkneifen. "Es muss ja Wahlkampf gemacht werden. Am besten sind die Spieler, die keinen Wahlkampf brauchen", sagte er. 

Der 52-Jährige sprach beim Ballon d'Or im Übrigen nicht nur über Kane, der "natürlich ganz große Chancen hat". Auch Olise "schleicht sich natürlich in seiner Art und Weise, wie er Fußball spielt, in diesen Kreis rein". Der Franzose lieferte gegen Berlin als dreifacher Torschütze eine weitere Gala ab. "Also er gehört definitiv für mich zu den besten Fußballern der Welt."

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