AZ-Kommentar: Vidal erhöht Guardiolas Triple-Chancen

Der Deal ist so gut wie fix: Arturo Vidal wechselt zum FC Bayern. Warum der Chilene nicht zu Pep Guardiola passt - und trotzdem die Triple-Chancen erhöht. Ein Kommentar von Maximilian Koch.
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AZ-Sportredakteur Maximilian Koch über den laut Medien bevorstehenden Wechsel von Arturo Vidal zum FC Bayern.
AZ, dpa, ho AZ-Sportredakteur Maximilian Koch über den laut Medien bevorstehenden Wechsel von Arturo Vidal zum FC Bayern.

München - Bescheidenheit ist nicht die Sache von Arturo Vidal, des designierten neuen Stars des FC Bayern. Als er mal gefragt wurde, wer denn aus seiner Sicht der beste Mittelfeldspieler der Welt sei, nannte er ganz ohne Zurückhaltung: sich selbst - "weil niemand so gut wie ich verteidigt und zudem auch noch viele Tore schießt", erklärte er.

Eine Aussage, die den 28-jährigen Chilenen, der kurz vor einem Wechsel von Juventus Turin nach München steht, ganz gut charakterisiert. Denn so wie er spricht, so spielt er auch: frech, mutig, aggressiv, mitunter jenseits der Grenze des Erlaubten.

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Den Spitznamen "Krieger" hat sich Vidal in den vergangenen Jahren definitiv verdient. Man denke nur zurück an seine Zeit bei Bayer Leverkusen oder an das vergangene Champions-League-Finale gegen Barcelona, als er schon nach wenigen Minuten am Rande des Platzverweises stand.

Vidal kann sich auf dem Spielfeld nicht verstellen, er muss seine Energie rauslassen, seinen Instinkten folgen. Eigentlich sind das keine Eigenschaften, die Pep Guardiola besonders schätzt. Dem katalanischen Coach der Bayern ist bekanntermaßen nichts heiliger als Kontrolle. Er hasst Zufälle und Undiszipliniertheiten. Warum also Vidal?

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Offenbar ist Guardiola zu dem Schluss gekommen, dass er einen Tick mehr Emotion, Härte und Gier im Mittelfeld braucht. Mehr noch, als Bastian Schweinsteiger dem Bayern-Spiel hätte geben können. Die vergangenen beiden Jahre, als Guardiolas Team im Halbfinale der Champions League jeweils klar unterlegen war, dürften Guardiola und die Bayern-Bosse von der Vidal-Verpflichtung überzeugt haben: Mit Kontrolle allein reicht es nicht zum Sieg in der Königsklasse, zumindest in der Konstellation Guardiola/FC Bayern.

Dass der Trainer nun einen Spieler dazuholt, der auf den ersten Blick nicht zu ihm passt, ist indes kein Zeichen von Schwäche. Er nimmt womöglich nur eine kleine Korrektur vor, um das ganz große Ziel doch noch zu erreichen. Vidal wird die Triple-Chancen der Bayern erhöhen.

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