Er sollte Goretzka-Nachfolger werden: Darum ist der FC Bayern jetzt offen für einen Verkauf
Schon vor dem Start der Saisonvorbereitung (20. Juli) war Noel Aséko an der Säbener Straße. Der 20-Jährige drehte Anfang der Woche zusammen mit Cassiano Kiala lockere Runden auf dem Trainingsplatz des FC Bayern. Anschließend standen leichte Ballübungen auf dem Programm.
FC Bayern nutzte Rückkaufoption bei Aséko
Ob er allerdings auch noch am ersten Spieltag die Trainingsklamotten der Münchner trägt, ist unklar. Die Bosse der Münchner verhandeln dieser Tage im Hintergrund mit Eintracht Frankfurt über einen möglichen Transfer. Und das, obwohl man Aséko erst vor wenigen Wochen zurück an die Isar geholt hat.
Zur Erinnerung: Die Bayern haben von der im Leihgeschäft mit dem Zweitligisten Hannover 96 vereinbarten Rückkaufoption in Höhe von 2,5 Millionen Euro Gebrauch gemacht (die AZ berichtete). Zuvor hatten die Niedersachsen wiederum die Kaufoption in Höhe von einer Million Euro gezogen.

Frankfurt bietet Aséko langfristigen Vertrag
Und jetzt? Nach AZ-Informationen hat sich der Spieler noch nicht für einen Wechsel nach Frankfurt entschieden – die Eintracht würde Aséko ein Arbeitspapier bis 2030 plus Option auf eine weitere Saison bieten. Auch sind sich der Rekordmeister und die SGE bisher nicht einig.
Die Münchner verlangen eine Ablösesumme von bis zu 15 Millionen Euro. Eine erneute Rückkaufklausel ist dabei aktuell nicht Gegenstand der Verhandlungen. Ob sich beide Parteien einigen können? Klar ist: Dass Aséko eine solche Summe wert ist, hat er in der zurückliegenden Saison gezeigt.
Auch Rom und Hull City zeigen Interesse an Aséko
Sein Marktwert stieg bei 96 auf zwölf Millionen Euro. In Hannover war der Mittelfeldspieler, der mit seiner aggressiven und laufstarken Spielweise ein bisschen an N’Golo Kanté erinnert, einer der Leistungsträger. Im vergangenen September feierte er sein Debüt für die deutsche U21-Nationalmannschaft.
Das weckt Begehrlichkeiten, nicht nur in Deutschland. Neben Frankfurt haben nach AZ-Informationen auch Vereine aus dem Ausland, darunter die AS Rom und Hull City, Interesse an Aséko. Und natürlich ist weiterhin ein Verbleib in München eine Option.

Kompany führte Gespräch mit Bayern-Juwel
Vor rund zwei Monaten führte Aséko ein Gespräch mit Trainer Vincent Kompany. Der Belgier schätzt die Qualitäten des Abräumers. Bei Bayern könnte er die Rolle von Leon Goretzka übernehmen, dessen Zukunft nach dem Vertragsende in München und dem Aus von Trainer Massimiliano Allegri bei der AC Mailand noch unklar ist.
Warum aber sind die Münchner nun überhaupt offen dafür, Aséko abzugeben? "Wir werden im Sommer final entscheiden, wie wir reingehen, aber Noel macht eine richtig gute Entwicklung und wir sind froh, dass er ein Spieler des FC Bayern ist", hatte Sportdirektor Christoph Freund bereits angekündigt.
Er wird unsere Möglichkeiten in der Defensive und im Mittelfeld erweitern.
Brown spielte in der Jugend im Mittelfeld
Eine Rolle bei der Neubewertung der Aséko-Lage ist Nathaniel Brown. Der Neuzugang aus Frankfurt ist nicht nur auf der Linksverteidigerposition einsetzbar. "Er wird unsere Möglichkeiten in der Defensive und im Mittelfeld erweitern", sagte Eberl im Zuge der Verkündung des Transfers.
Brown spielte in der Jugend des TSV Kümmersbruck lange im Mittelfeld. Auch bei der WM zog es den 23-Jährigen immer wieder ins Zentrum. Damit hätte Kompany neben Tom Bischof und den wohlgesetzten Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlović eine weitere Option.

FC Bayern will weitere Verkäufe tätigen
Wann eine Entscheidung bei Aséko und dem FC Bayern fällt? Nach AZ-Informationen ist davon auszugehen, dass spätestens in den nächsten zwei bis drei Wochen Klarheit herrscht. Gleichzeitig ist es nicht die einzige Personalie, um die sich die Bayern-Bosse kümmern müssen.
Immerhin will man bis Ende August noch weitere Verkäufe tätigen. Die Münchner wollen unter anderem noch Abnehmer für João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza finden, für die es allerdings aktuell deutlich weniger Interessenten gibt.

