Arjen Robben und Robert Lewandowski: Das neue Traumpaar des FC Bayern

Das Bayern-Duo Arjen Robben (ein Tor, zwei Vorlagen) und Robert Lewandowski (zwei Tore, eine Vorlage) sorgt für den Sieg gegen den FCA. Der Pole deutet an, dass er verlängern wird: „Im siebten oder achten Monat“
| Patrick Strasser
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Arjen Robben und Robert Lewandowski bejubeln einen Treffer im Spiel des FC Bayern München gegen den FC Augsburg.
sampics/augenklick Arjen Robben und Robert Lewandowski bejubeln einen Treffer im Spiel des FC Bayern München gegen den FC Augsburg.

Das Bayern-Duo Arjen Robben (ein Tor, zwei Vorlagen) und Robert Lewandowski (zwei Tore, eine Vorlage) sorgt für den Sieg gegen den FCA. Der Pole deutet an, dass er verlängern wird: „Im siebten oder achten Monat“.

München, Augsburg - Robben auf Lewandowski, Lewandowski auf Robben und wieder Robben auf Lewandowski. Fertig waren die drei Bayern-Treffer am Samstag zum 3:1 beim FC Augsburg. Kurz und schmerzlos, hart und sehr, sehr herzlich. Natürlich holten einige Medien am Wochenende die Überschrift „Tore und Amore“ raus. Wenn der FC Bayern am Montag um 11.30 Uhr nach Eindhoven zur Champions-League-Partie am Dienstag bei der PSV (20.45 Uhr, Sky, Liveticker auf az-muenchen.de) abhebt, werden alle vom neuen Traumpaar sprechen, von Arjen Robben und Robert Lewandowski, von „Robbandowski“.

Eigentlich zwei Fußballer, deren Egos sehr ausgeprägt sind, die auf dem Platz schon häufiger Meinungsverschiedenheiten hatten. Der 28-jährige Pole ist von Berufs wegen (Torjäger!) eigensinnig, der 32-jährige Holländer hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Wandlung vom Ego-Shooter zum Teamplayer hingelegt. „Sie haben hervorragend zusammengespielt, toll kombiniert“, lobte Trainer Carlo Ancelotti sein Duo, das er nun auf Eindhoven loslassen wird, „Spieler mit solchen Qualitäten sind immer in der Lage, gut zusammenzuspielen.“

Lewandowski über Robben: "Ich habe riesengroßen Respekt vor Arjen"

Haben sie aber nicht immer in den knapp eineinhalb Jahren, seit Lewandowski im Sommer 2014 von Borussia Dortmund zu Bayern kam. Natürlich auch, weil Robben oft verletzt fehlte und man sich an Laufwege und Eigenheiten des anderen so schwer gewöhnen konnte. Wohl auch deshalb lobte man sich am Samstag gegenseitig als sprächen zwei Herzblätter übereinander: „Ich habe riesengroßen Respekt vor Arjen. Wenn er so spielt wie heute, dann noch mehr.“ Und Robben schmeichelte zurück: „Wir haben darüber gesprochen. Wenn wir mehr und besser zusammenspielen, hat jeder was davon.“

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Aktuell haben die neuen Turteltäubchen so manches gemeinsam: Man ist gesund und fit, in guter Verfassung und hat eine gemeinsame Zukunft. Beim FC Bayern. Denn beide werden in naher Zukunft ihre Verträge verlängern. „Ich denke, dass es nicht mehr lange dauert, aber wir müssen noch ein bisschen Geduld haben“, sagte Doppelpacker Lewandowski, der nach exakt 480 Minuten wieder in der Bundesliga getroffen hatte. „Ich habe den Vertrag noch nicht unterschrieben.“ Betonung auf „noch“. Die Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss. „Wie schwanger sind Sie mit einem neuen Vertrag?“ fragte „Sport1“. Antwort Lewandowski: „Ich bin im siebten oder achten Monat.“

Robben: "Ich bin noch nicht schwanger!"

Hochschwanger also. Dieselbe Frage bei Familienvater Robben. Dessen Antwort: „Um ein Baby zu bekommen, muss man schwanger sein. Ich bin noch nicht schwanger.“ Heißt: Dauert noch. Wird aber. Der dezente Hinweis für das nächste Date der Bosse mit Hans Robben, dem Papa und Berater: „Herr Rummenigge hat die Telefonnummer von meinem Vater. Er kann ihn jederzeit anrufen und einladen auf einen Kaffee.“ Kommt Zeit, kommt Vertrag. Denn: „Wir wissen, was wir aneinander haben.“

Vielleicht ergibt sich in Eindhoven die nächste Gelegenheit, einem sentimentalen Ort für die Robbens. „Ich habe zwei schöne Jahre dort gehabt, die wichtig für meine Karriere waren“, erzählte der Niederländer, der in Bedum, 275 Kilometer nördlich von Eindhoven geboren wurde. Von 2002 bis 2004 erzielte Robben in 70 Spielen 21 Treffer für die PSV, wechselte danach zum FC Chelsea.

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Warum eigentlich „die“ PSV? Der Verein heißt offiziell: „Eindhovense Voetbal Vereniging Philips’ Sport Vereniging“. Also die Vereinigung. Wäre das auch geklärt.

Ob die beiden frisch Verliebten am Samstagabend tatsächlich gemeinsam essen waren, ist nicht überliefert. „Das Restaurant ist schon reserviert. Wenn er das dritte Tor auch noch gemacht hätte, wäre es vielleicht ein Abend mit Übernachtung geworden“, flachste Robben, der darauf bestand, dass Lewandowski bezahlen müsse, schließlich habe er dem Polen zwei Vorlagen serviert.

Der Augsburger Coach meinte schließlich auf die Frage, ob er froh sei, dass die Bayern-Tage mit zwei 1:3-Niederlagen vorbei seien: „Ja, Gott sei Dank.“ Für die PSV droht Robbandowski-Ungemach. Im Hinspiel (4:1) trafen beide, je einmal. Nur.

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