Arjen Robben im Interview: "Ich würde mich aufstellen"

Zwei Tore, ein Assist: Robben ist beim FC Bayern wieder in Bestform. Und stellt Ansprüche fürs Juventus-Spiel: "Wenn ich Trainer wäre, wüsste ich, was ich machen muss."
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Arjen Robben erzielte gegen den Hamburger SV seine Saisontore drei und vier, hat zudem jetzt schon sechs Treffer vorbereitet - in gerade mal zwölf Saisoneinsätzen.
dpa Arjen Robben erzielte gegen den Hamburger SV seine Saisontore drei und vier, hat zudem jetzt schon sechs Treffer vorbereitet - in gerade mal zwölf Saisoneinsätzen.

Arjen Robben zeigt sich mit zwei Toren und einer Vorlage beim 9:2 des FC Bayern gegen den Hamburger SV in Bestform. Und stellt Ansprüche fürs Spiel gegen Juventus Turin: "Wenn ich Trainer wäre, wüsste ich, was ich am Dienstag machen muss."

München - Pünktlich zum Saison-Endspurt kommt Ajren Robben beim FC Bayern besser in Form. Beim 9:2-Kantersieg gegen den Hamburger SV erzielte der Niederländer zwei Tore und bereitete ein weiteres vor, bei seiner Auswechslung nach 65 Minuten gab's stehenden Applaus von den Rängen.

Nach dem Spiel stellte sich der 29-Jährige den Fragen der Journalisten und sprach über 90 Minuten Meisterparty, die ärgerlichen Gegentore und seine Erwartungen für das Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Juventus Turin am Dienstag in München.

Frage: Herr Robben, waren Sie ein bisschen froh, dass Sie nicht diesmal schon Meister geworden sind – schließlich gab’s ein Feier-Verbot...

ARJEN ROBBEN: Wenn wir nächste Woche Meister werden, wird es leider nicht anders sein – dann gibt’s mittwochs auch schon wieder ein nächstes Spiel gegen Juventus. So ist es eben, wir können’s uns nicht aussuchen.

War das trotzdem schon so eine Art Meisterparty?

Ein bisschen schon, die Fans haben ein super Spiel gesehen. Wir wollten ein Zeichen setzen. Vor allem, weil wir vor der Länderspielpause nicht gerade unsere besten Spiele gezeigt hatten. Das war hoffentlich der Anfang einer Serie – bis zum Ende der Saison.

Warum wurde es am Ende nicht zweistellig?

Ach, das war schon ganz gut so. Für den HSV ist es peinlich, neun Gegentore zu kassieren. Aber das ist jetzt schon nicht mehr wichtig. Es gab nur drei Punkte dafür, nicht mehr.

Trotzdem: Solche Spiele erlebt man nicht oft.

Besser geht’s nicht. Das sind aber auch seltsame Spiele. Wir haben sehr gut gespielt – aber Hamburg war auch sehr schwach, stand hinten sehr offen. Das haben wir total ausgenutzt. Jetzt gehen wir voller Selbstvertrauen in das Spiel am Dienstag.

Über die zwei Gegentore nach Eckbällen wird aber zu reden sein.

Klar, das müssen wir besser machen. Komisch, weil wir vor dem Spiel noch darüber gesprochen haben – trotzdem passiert es. Das war unnötig. Aber wenn wir am Dienstag auch neun Tore schießen, dürfen die von mir aus auch zwei Kopfballtore machen. (lacht)

Beim FC Bayern scheint es fast egal zu sein, wer spielt.

Es kann nur gut für die Mannschaft sein, dass wir einen besseren Kader haben als letztes Jahr.

Sie haben zwei Tore erzielt, eins vorbereitet – eine Empfehlung für Dienstag. Können Sie sich überhaupt vorstellen, gegen Juventus auf der Bank zu sitzen?

Nein, natürlich nicht! Wenn ich Trainer wäre, wüsste ich, was ich am Dienstag machen muss. Ich würde mich aufstellen. Aber ich bin leider nicht der Chef.

Wie beurteilen Sie Ihre Leistung?

Es war ein wichtiges Spiel für mich. Jetzt habe ich vier, fünf Spiele hintereinander gemacht und merke einfach, dass ich besser im Rhythmus bin. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich wieder auf meinem stärksten Niveau bin.

Gegen Juventus wird’s nicht so leicht.

Es wird sehr eng, sehr schwierig, aber wir sind bereit. Juventus spielt defensiv sehr kompakt, lässt sehr wenig zu. Da muss man aggressiv mit Schnelligkeit und Überraschung rangehen. Man darf dabei aber nicht die eigene Organisation vernachlässigen, weil Juve sehr gefährliche Konter spielt, eben typisch italienisch. Und sie sind noch ein paar Schritte weiter als die anderen italienischen Mannschaften.

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