Anwalt des BFV ermittelt: Nach der Pyro-Show im Derby droht dem FC Bayern eine Strafe

Die Fans des FC Bayern sorgten im Derby gegen den TSV 1860 für eine spektakuläre Pyro-Show. Nun ermittelt der Anwalt des BFV.
von  Kilian Kreitmair
Zündeten zu Beginn der zweiten Halbzeit im Derby gegen den TSV 1860 Feuerwerkskörper: Die Fans des FC Bayern.
Zündeten zu Beginn der zweiten Halbzeit im Derby gegen den TSV 1860 Feuerwerkskörper: Die Fans des FC Bayern. © IMAGO

Zu Beginn der zweiten Halbzeit im Derby gegen den TSV 1860 (4:2) hatten sich die Fans des FC Bayern eine besondere Aktion ausgedacht. Zunächst hing ein Banner mit der Aufschrift "WE ARE RED" am Zaun vor dem Gästeblock. Es folgte jenes mit den Worten "WE ARE WHITE" und "MUNICHS DYNAMITE" – angelehnt an einen Fangesang.

Verbandsanwalt ermittelt nach Pyro-Aktion

Dann krachte und leuchtete es in der Kurve der Roten. Unzählige Rauchtöpfe und Leuchtfackeln wurden von vermummten Ultras gezündet. Die Partie musste deshalb sogar von Schiedsrichter Felix Wagner mehrere Minuten unterbrochen werden. Das könnte nun Konsequenzen haben. Wie der BFV auf AZ-Nachfrage mitteilte, hat sich der Verbandsanwalt der Sache angenommen.

Derzeit wird der Sachverhalt ermittelt. In einem nächsten Schritt wird von diesem ein Strafantrag eingereicht und die Vereine können erwidern. Abschließend gibt der BFV die Strafe für den FC Bayern bekannt. Klar ist jetzt schon: Der Verband greift bei Pyrotechnik härter durch als der DFB in den oberen Ligen.

Spricht sich klar gegen Pyrotechnik aus: BFV-Präsident Christoph Kern.
Spricht sich klar gegen Pyrotechnik aus: BFV-Präsident Christoph Kern. © IMAGO

Kern: "Das ist eine Straftat" 

Neben Geldstrafen können Vereinen in den Wettbewerben des BFV sogar in speziellen Fällen, darunter bei mehr als fünf Minuten Spielunterbrechung, Punktabzüge drohen. "Mit unserer Null-Toleranz-Politik wollen wir entsprechend ein Zeichen setzen, dass Pyrotechnik bei uns keinen Platz hat", erklärte BFV-Präsident Christoph Kern jüngst im AZ-Interview und schob hinterher: "Das ist eine Straftat!"

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Schon mehrere Male war der FC Bayern von Punktabzügen betroffen. In der Saison 2025/26 verurteilte das Sportgericht des BFV die Amateure des FC Bayern in 13 Fällen wegen Verstößen. Im Februar kassierten die Münchner einen Abzug von einem Punkt sowie eine Geldstrafe von 26.000 Euro. Im Juli kam nochmal ein Abzug von zwei Punkten und eine Geldstrafe von 16.750 Euro dazu.

Löwen-Anhänger verzichteten auf Pyrotechnik im Stadion

Übrigens: Während die Bayern-Anhänger im Derby zündeten, verzichteten die Löwen-Fans, wie in allen bisherigen Spielen in der Regionalliga, bewusst darauf. Einzig vor dem Grünwalder wurde Pyro gezündet. Sie möchten ihrem Klub in der aktuellen Lage keine Strafen aufbrummen.

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