16 Gegentore! Bayerns Abwehr-Chaos vor PSG – was sich nun ändern muss

Der FC Bayern zeigt beim 3:3 gegen Heidenheim erneut Schwächen in der Defensive, in den vergangenen sechs Spielen gab es 16 Gegentore. Kann so das Weiterkommen gegen PSG gelingen? "Zu viele Gegentore"
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16 Gegentore in sechs Spielen: Der FC Bayern um Joshua Kimmich (vorne), Leon Goretzka (l.) und Jonathan Tah.
16 Gegentore in sechs Spielen: Der FC Bayern um Joshua Kimmich (vorne), Leon Goretzka (l.) und Jonathan Tah. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Nach dem wilden 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim standen die Bayern-Spieler Arm in Arm vor der Südkurve und schworen sich gemeinsam mit den Fans auf das große Ziel am Mittwoch ein: Paris Saint-Germain soll im Champions-League-Halbfinale eliminiert werden.

"Die Jungs sind heiß. Ich bin wirklich gespannt, ich glaube, am Mittwoch wird das Ding hier brennen", sagte Doppeltorschütze Leon Goretzka: "Ich habe richtig Bock auf das Spiel, so wie wir alle. Wir wollen einfach ins Finale."

Südkurve plant große Choreografie

Dafür braucht es nach dem 4:5 in Paris nicht zuletzt auch den eigenen Anhang. Nach AZ-Informationen wird es eine große Choreografie auf den Rängen geben, die Stimmung wird ähnlich wie im Viertelfinale gegen Real Madrid gigantisch sein.

Einschwören aufs Rückspiel gegen Paris Saint-Germain: Die Bayern-Profis nach dem 3:3 gegen Heidenheim.
Einschwören aufs Rückspiel gegen Paris Saint-Germain: Die Bayern-Profis nach dem 3:3 gegen Heidenheim. © IMAGO/Ulrich Wagner

"Mittwoch alle in Rot" stand auf einem Banner der Fans geschrieben, womit die Kleiderwahl schon mal geklärt wäre. Dass die Fans eine entscheidende Rolle spielen könnten, ist auch für Trainer Vincent Kompany klar: "Wenn was passieren kann, dann in diesem Stadion - und das wird dann ein geiles Fußballspiel."

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Defensive Schwächen als Risiko gegen PSG

Aber: Nur mit Emotionen, nur mit rauf und runter, nur mit offenem Visier wird es gegen diese abgezockte PSG-Mannschaft nicht funktionieren. Bayern muss einen Weg finden, die Konter des Titelverteidigers erfolgreicher zu stoppen als im Hinspiel.

Selbst gegen Heidenheim am Samstag klafften wieder riesige Lücken, das zwischenzeitliche 2:3 fiel nach einem Konter. In der zehnten Minute der Nachspielzeit rettete Michael Olise immerhin das Remis, als sein Schuss vom Rücken des unglücklichen Keepers Diant Ramaj ins Tor abprallte.

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16 Gegentore in sechs Spielen

"Natürlich kassieren wir momentan zu viele Gegentore, auch zu leicht teilweise", sagte Sportdirektor Christoph Freund: "Das wird natürlich angesprochen und analysiert." Aber kann man es bis Mittwoch auch korrigieren? Der Trend ist aus Münchner Sicht gefährlich. In den vergangenen sechs Partien kassierte Kompanys Team satte 16 Gegentreffer: 4:3 gegen Real Madrid, 4:2 gegen Stuttgart, 2:0 gegen Leverkusen, 4:3 gegen Mainz, 4:5 gegen PSG, 3:3 gegen Heidenheim. Wie heißt es so oft und nicht ganz ohne Grund: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Titel.

Drei Gegentore gegen Heidenheim: Jonas Urbig (l.).
Drei Gegentore gegen Heidenheim: Jonas Urbig (l.). © IMAGO

"Auf Sicht, wenn wir dann wieder in die neue Saison starten oder auch in den nächsten Wochen, wird man natürlich ein paar Dinge anpassen und, sagte Joshua Kimmich und ließ damit durchblicken, dass die Mannschaft die Defensiv-Problematik bemerkt hat: "Aber es wird jetzt nicht passieren, dass wir unseren Spielstil, unsere DNA komplett verändern. Dafür sind wir zu erfolgreich gewesen."

FC Bayern braucht Balance

Möglicherweise wären aber Anpassungen hilfreich, um gegen PSG nicht ganz so offen zu stehen. Auch das defensive Mittelfeld ist hier gefordert. "Wir werden uns nicht irgendwie hinten einigeln", kündigte Kimmich an: "Wir sind ein Tor hinten. Wir sind die Mannschaft, die auf jeden Fall ein Tor braucht. Wir müssen mit einem Tor gewinnen. Egal, ob es wieder ein 5:4 ist, ein 3:2 oder ein 1:0.“

Gegen PSG wieder im Kader: Tom Bischof (l.) und Lennart Karl.
Gegen PSG wieder im Kader: Tom Bischof (l.) und Lennart Karl. © IMAGO/DeFodi.de

Rückkehrer und Moral machen Hoffnung

Dann würde es in die Verlängerung gehen. Was Bayern und Kompany Hoffnung macht: Gegen PSG stehen Tom Bischof und Lennart Karl zumindest wieder für Kurzeinsätze zur Verfügung. Und die Moral in der Mannschaft ist herausragend. "Man darf nicht vergessen, dass die Jungs wieder das Tor machen am Ende und alles dafür tun, das Spiel nicht zu verlieren", sagte Kompany und hob "Mentalität, Wille und Glaube" hervor.

Am Mittwoch wird es allerdings auch auf andere Qualitäten ankommen, zum Beispiel: Balance, Cleverness und Killerinstinkt.

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2 Kommentare
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  • Michnix am 03.05.2026 22:03 Uhr / Bewertung:

    Ich mach mir keine Sorgen, dass Bayern ausscheidet. Der FCB muss Paris von Anfang an unter Druck setzen, hat man in Paris erst in der 2. Halbzeit gemacht so das sogar noch das 5:5 möglich war und PSV am Ende stehend Ko war.

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  • Südstern7 am 03.05.2026 19:43 Uhr / Bewertung:

    Von den oben aufgezählten 16 Gegentoren sind allein 6 Tore vor wichtigen Europapokalschlachten mit der 2. Garnitur gefallen. Jeder weiß, dass Änderungen auf 7 oder 8 Positionen in der Mannschaft das Gefüge natürlich stören. Laufwege müssen neu abgestimmt werden, das blinde Verständnis ist einfach weg. So jedenfalls sehe ich die Gegentore gegen Mainz und Heidenheim.

    Gegen Madrid und Paris mit zu vielen Räumen für die gegnerischen Angreifer möchte ich erwähnen, dass wir es mit Weltklassestürmern zu tun hatten. Mbappé, Vini, Dembelée und andere sind schwer zu stoppen. Und das Spiel in Paris hatte sogar die Besonderheit, dass fast jeder Schuss aufs Bayerntor drin oder an der Latte endete. Fast allesamt Sonntagsschüsse von herausragendenden Sportlern.

    Dennoch ist die Abwehrschwäche nicht weg zu diskutieren. Man steht nicht mehr so eng und kompakt, außer in Leverkusen. Das war ein KO-Spiel wo es drauf ankam! Genauso wie am Mittwoch gegen Paris. Ich bin optimistisch, dass der Fokus da ist.

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