FC Bayern: Nur ein Punkt in Hoffenheim - der Titel ist wohl futsch

Dem FC Bayern München droht eine Saison ohne Titel. Nach einem 2:2 (2:2) bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim benötigt der Rekordmeister am letzten Spieltag ein kleines Fußball-Wunder, um die Meisterschaft doch noch erfolgreich zu verteidigen.
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Ein Remis, das einer Niederlage gleicht: Der FC Bayern spielt im Titel-Endspurt nur 2:2 in Hoffenheim
firo/Augenklick Ein Remis, das einer Niederlage gleicht: Der FC Bayern spielt im Titel-Endspurt nur 2:2 in Hoffenheim

Dem FC Bayern München droht eine Saison ohne Titel. Nach einem 2:2 (2:2) bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim benötigt der Rekordmeister am letzten Spieltag ein kleines Fußball-Wunder, um die Meisterschaft doch noch erfolgreich zu verteidigen.

Die Münchner gehen mit zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg und dem klar schlechteren Torverhältnis in das abschließende Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, der ebenfalls noch minimale Chancen auf Platz eins hat. Vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein- Neckar-Arena erzielten Demba Ba (21.) und Carlos Eduardo (29.) am Samstag die Treffer für die Gastgeber. Franck Ribéry (16.) und Luca Toni (44.) waren für die Bayern erfolgreich.

Für Münchens Vier-Wochen-Coach Jupp Heynckes war es im vierten Spiel mit den Rot-Weißen der erste Punktverlust – es könnte für den erfolgsverwöhnten Club von der Isar der entscheidende gewesen sein. Den Gastgebern gelang mit dem verdienten Remis zumindest zum Teil die Revanche für die bittere Hinrunden-Niederlage.

Wie schon im begeisternden Hinspiel, das die Bayern durch ein Last-Minute-Tor von Toni glücklich mit 2:1 gewonnen hatten, boten beide Teams von Beginn an Hochgeschwindigkeits-Fußball mit zahlreichen Chancen hüben wie drüben. Die Hausherren, für die es um nichts mehr ging, begannen wie entfesselt. Bereits in der sechsten Minute tauchte Carlos Eduardo, der nach seiner Rot-Sperre wie Kapitän Marvin Compper und Andreas Ibertsberger im Vergleich zum 2:0 bei Arminia Bielefeld neu ins Team gekommen war, das erste Mal gefährlich vor dem Bayern-Tor auf. Der Brasilianer scheiterte jedoch an Münchens Keeper Jörg Butt.

Nach der „Aufwärmphase“ der Bayern drehte vor allem Franck Ribéry auf, um dessen Einsatz die Gäste bis kurz vor dem Anpfiff wegen Muskelproblemen gebangt hatten. Von einer Verletzung war bei dem Franzosen aber nichts mehr zu spüren. Immer wieder entkam er auf der linken Seite seinem bemitleidenswerten Gegenspieler Ibertsberger und brachte die Gäste, die mit der gleichen Elf wie beim 3:0 gegen Leverkusen aufliefen, nach Vorarbeit von Lukas Podolski in Führung.

Die Hoffenheimer zeigten sich jedoch nicht geschockt – nach Zuckerpass von Eduardo erzielte Ba den Ausgleich. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Für die Bayern vergaben Podolski (26.) und Martin Demichelis (27.) die Chance zum 2:1, das auf der Gegenseite Eduardo für die Hausherren gelang. Zuvor hatte Wellington einen Kopfball an den Pfosten gesetzt.

Die Bayern schlugen jedoch noch vor der Pause zurück. Nach Flanke von Ribéry hatte Toni aus zwei Metern keine Mühe, zum 2:2 einzuköpfen. Kurz danach wäre Podolski fast noch das 3:2 gelungen, doch der starke Ex-Nationaltorwart Timo Hildebrand war zur Stelle (45.). „Wir haben gut begonnen, dann aber in der Defensive Fehler gemacht. Die Abwehr war zu porös“, sagte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer zur Pause im Pay-TV-Sender Premiere.

Nach dem Seitenwechsel ging das Offensiv-Feuerwerk zunächst unvermindert weiter. Erst köpfte Ba für Hoffenheim über das Tor (53.), dann schoss Bayerns Mittelfeldspieler José Sosa knapp knapp vorbei (56.). Danach verlor die Partie etwas an Schwung. Die Bayern versuchten in der Schlussphase zwar noch einmal alles, gegen die sichere Hoffenheimer Abwehr konnten sie sich aber nicht mehr entscheidend durchsetzen. Auch Ribéry tauchte nach der Pause ab. Toni vergab die letzte Chance in der Nachspielzeit. (dpa)

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