Zweiter Sieg: EHC gewinnt erneut gegen die Grizzlys

Wieder gewinnt der EHC gegen die Grizzlys aus Wolfsburg. In der Finalserie liegen die Münchner nun mit 2:0 vorne.
| Matthias Kerber
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Die Münchner jubeln nach dem Sieg gegen die Grizzlys Wolfsburg.
Peter Steffen/dpa Die Münchner jubeln nach dem Sieg gegen die Grizzlys Wolfsburg.

München - Dieser EHC Red Bull München ist für die Grizzlys Wolfsburg einfach nicht zu schlagen. Egal, ob man wie in Spiel eins dieser Finalserie (Best of seven) zwei Mal führt und sich 97 Minuten zerreißt. Egal, ob man wie in Partie zwei sogar einen Zwei-Tore-Vorsprung hat – am Ende verlassen die Münchner, der Meister, das Eis als Sieger. Das Team von Trainer Don Jackson setzte sich in Wolfsburg mit 3:2 durch und führt nun in der Finalserie bereits mit 2:0! Damit steht es in der saisonübergreifenden Finalwertung 6:0 für München, die sich ja in der Endspielserie der Vorsaison in vier Spielen gegen die Grizzlys durchgesetzt hatten.

"Was ist das für ein abartig gutes Eishockeyspiel"

Wolfsburg, zwei Mal Finalist (2011 und 2016) bisher, hat es noch nie geschafft, eine Partie einer Endspielserie zu gewinnen. München wollte diese Negativserie natürlich kein Ende bereiten, Derek Joslin und Jon Matsumoto mit guten Chancen (2.). Doch nach acht Minuten war EHC-Verteidiger Matt Smaby von temporärer Blindheit befallen, er übersah Nicholas Johnson, passte dem Grizzly die Scheibe direkt vor dem Tor zu – der nahm das Geschenk an – 1:0! "Wir versuchen, München früh zu stören, um sie zu Fehlern zu zwingen", sagte Wolfsburgs Armin Wurm. Dann war plötzlich München 1:47 Minuten in doppelter Unterzahl – Maximilian Kastner und Smaby saßen auf dem Sünderbankerl - doch der EHC, die Penaltykiller schlechthin, ließ nichts zu. Danach gute Chancen auf beiden Seiten. Jon Matsumoto mit einen Pfostenkracher (18.). "Was ist das für ein abartig gutes Eishockeyspiel", sagte Ex-Nationalspieler Rick Goldmann, der jetzt als Experte für Sport1 arbeitet. EHC-Stürmer Mads Christensen sagte in der Drittelpause: "Das Ergebnis geht in Ordnung, wir können das viel besser."

Besserung in Sicht? Am Anfang nicht, Wolfsburg wieder cleverer. Erneut war es Johnson, der eine 2:1-Situation nutzen konnte und den Puck an Danny aus den Birken vorbei im kurzen Eck versenkte. Aber: Angeschlagene Rote Bullen sind am gefährlichsten, Stürmer Maximilian Kastner traf in Unterzahl (!) – das 2:1 (25.). München fast in Dauer-Unterzahl, die Schiedsrichter machten sich nicht gerade einen Namen als Heimvorteil-Entgegenwirker, doch die ECH-Mauer hielt. In der 37. Minute das erste EHC-Powerplay, die Überzahl dauerte nur 23 Sekunden, dann hatte Kapitän Michael Wolf genug – er zog unwiderstehlich davon, sein 300. DEL-Tor - 2:2!

49 Sekunden vor dem Drittelende schlug München zu und nach. Frank Mauer verwandelte einen Traumpass von Dominik Kahun zum 3:2. "Das war perfekt gespielt", sagte Goldmann, "das ist mental schwer zu verarbeiten für Wolfsburg."

Im Schlussabschnitt zeigt sich der EHC lange Zeit souverän. "Sie lassen einfach nichts zu", sagte Goldmann. Wolfsburg warf alles nach vorne, doch aus den Birken mutierte zur menschlichen Wand. Spiel drei steigt am Donnerstag (19:30 Uhr) dann wieder am Oberwiesenfeld.

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