"Wir sind nicht abgezockt genug": EHC scheitert endgültig an den Adlern Mannheim
Das Wunder ist ausgeblieben, die Saison des EHC Red Bull München hat keine positive Wendung mehr bekommen. Im Halbfinale der DEL-Playoffs kam für die Mannschaft von Trainer Oliver David in Spiel fünf das Aus gegen die Adler Mannheim. Mit 1:4 kassierte der EHC die entscheidende Niederlage und musste sich mit 1:4-Siegen geschlagen geben. Mannheim wird nun gegen den Gewinner des noch offenen Duells Kölner Haie gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin um die deutsche Meisterschaft kämpfen.
Früher Rückstand und folgenschwere Fehler
Nach dem Hoffnungsschimmer vom Dienstag in München, als die Eishackler mit 5:1 siegten, geriet der EHC früh durch ein Tor von Alexander Ehl (4.) ins Hintertreffen. Der Ausgleich von Tobias Rieder (8.) sorgte für neue Zuversicht, aber dann waren es zu viele Münchner Patzer, die den Kurpfälzern in die Karten spielten. Kapitän Patrick Hager leistete sich zu Beginn des zweiten Drittels eine unnötige Strafzeit, diese Chance nutzte Mannheim eiskalt mit dem 2:1 von Nicolas Mattinen (23.). Zu häufig stimmte auch das defensive Positionsspiel nicht.
Der EHC war vor dem gegnerischen Tor zu verschwenderisch – etwa bei der Top-Möglichkeit von Phillip Sinn oder dem Pfostentreffer von Taro Hirose. "Wir sind nicht abgezockt genug, das Problem haben wir die gesamte Serie", beklagte Rieder in der zweiten Pause bei Magentasport, nachdem Matthias Plachta (34.) einen Gewaltschuss mit 154,1 km/h an Goalie Antoine Bibeau vorbei zum 3:1 ins Netz gejagt und die Lage für München weiter verschlimmert hatte.
Vergebliches Aufbäumen im Schlussdrittel
"Wir müssen mehr Leute, mehr Scheiben zum Tor bringen. Wir wissen, dass wir Tore schießen können, wir müssen es jetzt nur machen", forderte Rieder noch, aber ein Schlagschuss von Leon Gawanke (41.) zum 4:1 stoppte jedes Aufbäumen und Adler-Goalie Maximilian Franzreb blieb nahezu unüberwindbar.
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