Uli Maurer: Der Uli mit den 16 „U“

Nach seinem Tor feiern die Fans des EHC München ihr Urgestein Uli Maurer. "Wollen die Grizzlys nicht nochmal aufwecken".
| Matthias Kerber
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Seltener Torschütze: Uli Maurer.
sampics/Augenklick Seltener Torschütze: Uli Maurer.

Das Stadion verlängerte den Namen von Uli Maurer um gefühlte 16 „U“, als sie ihn am Dienstagabend nach seinem Tor zum 1:0 in der Finalserie des EHC Red Bull München gegen die Wolfsburg Grizzlys mit eben langgezogenen „Uli“-Sprechchören feierten. Ihren Uli. Das Urgestein des EHC, der seit 2010 im Verein spielt, den EHC aber nach der Saison verlassen wird/muss. Der 31-Jährige hat für zwei Jahre beim Liga-Konkurrenten Schwenninger Wild Wings unterschrieben.

Es war der allererste Einsatz von Maurer in dieser Finalserie. Bisher hatte Erfolgscoach Don Jackson ihn stets auf der Tribüne schmoren lassen. Es war auch das allererste Finaltor seiner Karriere. Zwar war Maurer 2010 mit den Augsburger Panthern im DEL-Finale gestanden, doch gegen die Hannover Scorpions, die sich den Titel damals holten, blieb Maurer ohne Torerfolg. Ebenso 2007, als er mit Nürnberg den Adlern Mannheim unterlag. „Das ging alles recht schnell, am besten ist es immer, wenn man gar nicht erst nachdenkt“, sagte Maurer nach dem 4:1-Sieg, dem dritten Erfolg im dritten Spiel, über seinen Treffer in der 11. Minute, als er einen Schlenzer von Matt Smaby unhaltbar für Wolfsburg-Goalie Felix Brückmann zum 1:0 abfälschte. „Smaby hat geschossen, ich habe den Schläger dazwischen gehalten. Drin.“

 

Das Fischessen mit Neureuther bringt Glück

 

So einfach kann es gehen. Auch für Maurer, dem in den zwei Spielzeiten zuvor nur drei Treffer gelungen waren. „Mein Fehler ist, dass ich oft zu viel denke“, sagte Maurer, der vor der Saison sein obligatorisches Forellenessen – ein Glücksritual – mit einem seiner besten Freunde, dem deutschen Ski-König Felix Neureuther, durchgezogen hatte. „Irgendwie wirkt das immer. Mal früher, mal später.“

Lieber spät in der Finalserie als nie. Jetzt kann der EHC am Freitag (19.30 Uhr, ServusTV) im vierten Finalspiel der Best-of-Seven-Serie den Titel holen. „Wir wollen jetzt den Sack zumachen und die Grizzlys nicht nochmal aufwecken“, sagte Maurer, „das wird ein Riesenspiel für uns“.

Ein Riesenspiel, das bereits den Titel bringen kann. Dann könnte sich Maurer mit der Meisterschaft aus München verabschieden. Und die Fans, sie werden ihn bei der Feier sicher noch mal hochleben lassen. Ihren Uli mit den gefühlten 16 U.

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