Sorgen um EHC-Goalie Niederberger – wackelt jetzt Olympia?

Beim 3:1 bei Titelverteidiger Eisbären Berlin verletzt sich EHC-Torhüter Mathias Niederberger gegen Ende des zweiten Drittels. Wie ernsthaft die Blessur am Unterkörper ist, klärt sich zu Wochenbeginn.
Ruben Stark
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Bange Blicke in Berlin, als EHC-Torhüter Mathias Niederberger in Berlin vorzeitig in die Kabine hinkt.
Bange Blicke in Berlin, als EHC-Torhüter Mathias Niederberger in Berlin vorzeitig in die Kabine hinkt. © IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Knapp drei Minuten waren in Berlin noch zu spielen im zweiten Drittel. Eisbären-Stürmer Ty Ronning führte den Puck mit Tempo in die Zone des EHC Red Bull München und zog ab. Sein Schuss ging am Tor vorbei, aber EHC-Goalie Mathias Niederberger musste mit einem typischen Ausfallschritt reagieren. Eine Allerweltsbewegung auf den ersten Blick. Doch umgehend hob der Nationaltorwart den Arm.

Weil die Schiedsrichter nicht sofort unterbrachen, zwang der Verlauf der Aktion den 33-Jährigen noch in weitere Abwehrpositionen, bei einer knickte er scheinbar etwas nach rechts weg. Sobald es möglich war, fuhr Niederberger zur Bank, den Oberkörper nach vorne gebeugt. Unterstützt von Physiotherapeutin Lisa Rupp trat der Vize-Weltmeister von 2023 dann sofort den Weg in die Kabine an, es sah aus, als würde Niederberger dabei hinken – und es war ein Anzeichen dafür, dass er sich eine schwerwiegendere Verletzung zugezogen haben könnte.

Niederberger-Verletzung: Genau Untersuchungen zu Wochenbeginn

Unter Umständen hat diese Szene für den Fortgang der Saison des Eishockeyclubs eine größere Bedeutung. Hat sich Niederberger doch nicht ernsthafter verletzt, darf er, dürfen auch alle anderen beim viermaligen DEL-Meister kräftig durchatmen. Sollte er aber nicht Glück im Unglück haben, rückt zum einen der nachverpflichtete Antoine Bibeau in den Mittelpunkt, weil der Kanadier in eine exponiertere Rolle rutscht – und zum anderen zieht am Horizont die Frage auf, was die Blessur für Niederbergers Olympia-Träume bedeutet?

EHC-Goalie Mathias Niederbergerhat die Olympischen Winterspiele im Februar im Visier.
EHC-Goalie Mathias Niederbergerhat die Olympischen Winterspiele im Februar im Visier. © Marco Leipold

Vorerst übermittelte der EHC der AZ, dass es sich um eine Unterkörperverletzung handelt und zu Wochenbeginn weitere diagnostische Untersuchungen anstünden. Im Anschluss daran wird sich konkretisieren, was aktuell noch im Bereich der Spekulation anzusiedeln ist. Beim Derby bei den Augsburger Panthern am Sonntagnachmittag unternahm die Mannschaft von Trainer Oliver David jedenfalls ohne den gebürtigen Düsseldorfer den Versuch, das 3:1 vom Freitag in Berlin (Tore: Patrick Hager, zweimal Markus Eisenschmid) zu veredeln.

Während Niederberger bangt, gibt Ex-EHC-Star Kahun Entwarnung

Olympia im Februar in Mailand stellt für Niederberger wie für jeden Profi, der eine realistische Teilnahmechance hat, den großen Saisonhöhepunkt dar. Erst recht, wo doch der Vergleich mit den Superstars der NHL winkt, im Fall Deutschlands in der Vorrunde zunächst mit den US-Topspielern wie Jack Eichel (Vegas Golden Knights) oder den Tkachuk-Brüdern Matthew (Florida Panthers) und Brady (Ottawa Senators).

Niederberger gilt ebenso wie der derzeit ebenfalls verletzte Ex-EHCler Dominik Kahun als ziemlich sicherer Kader-Kandidat. Zumindest von Kahun kamen am Wochenende ermutigende Informationen. Seine Blessur vom Deutschland Cup – augenscheinlich an der Hand oder am Unterarm – sei rechtzeitig auskuriert, sagte der Schweiz-Legionär dem Fachblatt „Eishockeynews“, ohne näher darauf einzugehen: „Bis Olympia bin ich auf jeden Fall fit. Daran arbeite ich fleißig.“ Es bleibt zu hoffen, dass die Genesungsperspektive für Niederberger sich genauso darstellt.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.