Red Bull beim EHC: Das Extrem-Imperium

Hauptsache spektakulär: Der Getränkekonzern sponsort vor allem verrückte Sportarten. Sehen Sie die kuriosesten Red-Bull-Sportarten in der Bilderstrecke.
| Matthias Kerber
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Hauptsache spektakulär: Der Getränkekonzern sponsort vor allem verrückte Sportarten. Sehen Sie die kuriosesten Red-Bull-Sportarten in der Bilderstrecke.
dpa/AP/Getty Images/Red Bull 13 Hauptsache spektakulär: Der Getränkekonzern sponsort vor allem verrückte Sportarten. Sehen Sie die kuriosesten Red-Bull-Sportarten in der Bilderstrecke.
Verrückte Shows, extreme Versuche: Bei den Airraces, hier vor dem Monument Valley, begeistern die Piloten.
Red Bull 13 Verrückte Shows, extreme Versuche: Bei den Airraces, hier vor dem Monument Valley, begeistern die Piloten.
Extremsportler Felix Baumgartner will aus dem Weltall in 37 Kilometer Höhe abspringen und die Schallmauer durchbrechen.
Red Bull 13 Extremsportler Felix Baumgartner will aus dem Weltall in 37 Kilometer Höhe abspringen und die Schallmauer durchbrechen.
Mulimilliardär und Riesenspender: Didi Mateschitz wurde 1968 in Österreich geboren, er studierte an der Hochschule für Welthandel in Wien, danach arbeitet er im Marketing etwa für Jacobs Kaffee und Blendax. 1984 gründete er Red Bull. Er hat einen Sohn. Sein Vermögen wird auf fünf Milliarden geschätzt, damit ist er der reichste Mann Österreichs. 2012 spendete er 70 Millionen für ein Forschungsprojekt gegen Querschnittslähmung.
dpa 13 Mulimilliardär und Riesenspender: Didi Mateschitz wurde 1968 in Österreich geboren, er studierte an der Hochschule für Welthandel in Wien, danach arbeitet er im Marketing etwa für Jacobs Kaffee und Blendax. 1984 gründete er Red Bull. Er hat einen Sohn. Sein Vermögen wird auf fünf Milliarden geschätzt, damit ist er der reichste Mann Österreichs. 2012 spendete er 70 Millionen für ein Forschungsprojekt gegen Querschnittslähmung.
Abfangjäger & Paperflieger: Die legendären Airraces oder (wie hier) die Motocrosser der x-Fighters (am 11.8. in München), es sind irrwitzige Events.
AP 13 Abfangjäger & Paperflieger: Die legendären Airraces oder (wie hier) die Motocrosser der x-Fighters (am 11.8. in München), es sind irrwitzige Events.
Wie gerade das Skydive-Team bewiesen hat.
dpa 13 Wie gerade das Skydive-Team bewiesen hat.
Fünf Springer stürzten sich in speziellen Segelanzügen aus 4000 Meter in die Tiefe und...
dpa 13 Fünf Springer stürzten sich in speziellen Segelanzügen aus 4000 Meter in die Tiefe und...
...verfolgten dann als Abfangjäger zwei Segelflugzeuge an deren Seite sie landeten. Aber auch Events wie Papierflieger-WMs unterstützt Red Bull.
dpa 13 ...verfolgten dann als Abfangjäger zwei Segelflugzeuge an deren Seite sie landeten. Aber auch Events wie Papierflieger-WMs unterstützt Red Bull.
Krachend zum Erfolg: Geschwindigkeit, Kampf, krachende Checks, das passt zu Red Bull. Der EHC München (hier im Bild) ist daher auch nicht der einzige Eishockey-Klub, bei dem sich Red Bull engagiert. Im Jahre 2000 wurde aus dem Zweitligisten EC Salzburg der EC Red Bull Salzburg. Startrainer wie Ex-Hedos-Coach Hardy Nilsson und Pierre Page führten den Verein nach dem Aufstieg 2004 zu insgesamt vier Meistertiteln. Man richtet auch eigene internationale Klub-Turniere aus.
Rauchensteiner 13 Krachend zum Erfolg: Geschwindigkeit, Kampf, krachende Checks, das passt zu Red Bull. Der EHC München (hier im Bild) ist daher auch nicht der einzige Eishockey-Klub, bei dem sich Red Bull engagiert. Im Jahre 2000 wurde aus dem Zweitligisten EC Salzburg der EC Red Bull Salzburg. Startrainer wie Ex-Hedos-Coach Hardy Nilsson und Pierre Page führten den Verein nach dem Aufstieg 2004 zu insgesamt vier Meistertiteln. Man richtet auch eigene internationale Klub-Turniere aus.
Ein Huub, ein Trap & viele Titel: 2005 übernahm Red Bull den Verein Austria Salzburg und engagierte Trainer wie Giovanni Trapattoni oder Huub Stevens, seit dem holte man vier Mal den Titel. 2006 sicherte man sich die New York MetroStars (jetzt Red Bulls), in Deutschland gründete man 2009 den Klub RB (für Red Bull) Leipzig, in Sao Paulo hat man Red Bulls Brasil und in 
Sogakope den Klub Red Bull Ghana.
dpa 13 Ein Huub, ein Trap & viele Titel: 2005 übernahm Red Bull den Verein Austria Salzburg und engagierte Trainer wie Giovanni Trapattoni oder Huub Stevens, seit dem holte man vier Mal den Titel. 2006 sicherte man sich die New York MetroStars (jetzt Red Bulls), in Deutschland gründete man 2009 den Klub RB (für Red Bull) Leipzig, in Sao Paulo hat man Red Bulls Brasil und in Sogakope den Klub Red Bull Ghana.
Während sich Red Bull anfangs fast ausschließlich im Segment des Extremsports engagierte und positionierte, sponsert man nun auch Einzelsportler aus klassischen Sportarten. So wird etwa Bayern-Star Mario Gomez von dem Energydrink unterstützt, ruft man bei Red Bull Deutschland an und landet in der Warteschleife, bekommt man Gomez zu hören, der etwa die X-Fighters in München promotet.
Red Bull 13 Während sich Red Bull anfangs fast ausschließlich im Segment des Extremsports engagierte und positionierte, sponsert man nun auch Einzelsportler aus klassischen Sportarten. So wird etwa Bayern-Star Mario Gomez von dem Energydrink unterstützt, ruft man bei Red Bull Deutschland an und landet in der Warteschleife, bekommt man Gomez zu hören, der etwa die X-Fighters in München promotet.
Auch Maria Rieschs Dauer-Konkurrentin Lindsey Vonn gehört zu den Red-Bull-Stars.
dpa 13 Auch Maria Rieschs Dauer-Konkurrentin Lindsey Vonn gehört zu den Red-Bull-Stars.
Bullige Vettel-Mania: Geschwindigkeits-Fan Mateschitz ist mit Red Bull seit 1995 in der Formel 1 aktiv. Von 1995 bis 2004 bei Sauber, ab 2004 mit dem eigenen Red Bull Racing, seit 2006 unterhält man noch ein zweites Team – Scuderia Toro Rossa. Red Bull ist zum Dominator der Vollgas-Branche aufgestiegen. Im sechsten Jahr des Bestehens von Red Bull Racing sicherte sich Sebastian Vettel den WM-Titel, zudem holt man sich auch die Konstrukteurs-WM. 2011 wiederholte man dieses Meisterstück.
dpa 13 Bullige Vettel-Mania: Geschwindigkeits-Fan Mateschitz ist mit Red Bull seit 1995 in der Formel 1 aktiv. Von 1995 bis 2004 bei Sauber, ab 2004 mit dem eigenen Red Bull Racing, seit 2006 unterhält man noch ein zweites Team – Scuderia Toro Rossa. Red Bull ist zum Dominator der Vollgas-Branche aufgestiegen. Im sechsten Jahr des Bestehens von Red Bull Racing sicherte sich Sebastian Vettel den WM-Titel, zudem holt man sich auch die Konstrukteurs-WM. 2011 wiederholte man dieses Meisterstück.

Höher, schneller, weiter? Bei Red Bull heißt es eher: irrer, verrückter, extremer! Der Hersteller des Energydrinks sponsert insgesamt etwa 600 Athleten, großteils im Extremsport-Segment. Ob Stuntrider wie Chris Pfeiffer, Basejumper Felix Baumgartner, Wakeboard-Queen Dallas Friday, Freerunner Jason Paul, Surflegende Robby Naish oder Skispringer Gregor Schlierenzauer, sie alle sind mit dem Konzern verbandelt – und nun auch der EHC, bei dem die Firma zur neuen Saison als Namens- und Hauptsponsor einsteigt.

Berühmt ist Red Bull aber vor allem für extravagante Events. Etwa die Air-Races vor Kulissen wie dem Monument Valley, den X-Fighters, diesen Motocross-Artisten, die etwa direkt vor der Sphinx ihre Kunststücke vollführten, dem spektakulären Crased Ice Event, das auch schon im Münchner Olympiastadion stattfand. Jetzt plant Baumgartner einen selbst für Red-Bull-Verhältnisse verrückten Versuch. Er wird in einer Druckkapsel auf eine Höhe von 37 Kilometer gebracht und wird dann abspringen. Der 42-Jährige wird dabei ein Tempo von 1332 Stundenkilometer draufkriegen, damit wird er die Schallmauer durchbrechen.

Als Unternehmen hat Red Bull das längst geschafft. 1984 gegründet, hat der Konzern über 30 Milliarden verkauft, der Umsatz 2011 betrug 4,63 Milliarden Euro, der Marktwert wird auf zwölf Milliarden geschätzt, Red Bull ist laut einer US-Studie auf Platz 93 der weltweit wertvollsten Marken. Matthias Kerber

 

 

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