Prost, Herr Cortina!

Der Coach feiert sein Einjähriges beim EHC München - und freute sich übers 5:4 am Freitag gegen Dresden. Manager Winkler über den Erfolgs-Trainer: „Ich liebe diesen Mann“.
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Die Allesmacher beim EHC München: Manager Christian Winkler (l.) und Erfolgstrainer Pat Cortina.
Rauchensteiner/Augenklick Die Allesmacher beim EHC München: Manager Christian Winkler (l.) und Erfolgstrainer Pat Cortina.

MÜNCHEN - Der Coach feiert sein Einjähriges beim EHC München - und freute sich übers 5:4 am Freitag gegen Dresden. Manager Winkler über den Erfolgs-Trainer: „Ich liebe diesen Mann“.

Ein Jahr ist es nun her, dass Pat Cortina, dem EHC sein neuerliches Ja-Wort gab. Es war eine Liebesheirat. „Ja, ich liebe diesen Mann“, sagt Manager Christian Winkler über den EHC-Trainer, „ich rede mit ihm mehr als mit meiner Frau. Und dabei habe ich die beste Frau der Welt.“

Und in Cortina den besten Trainer – für den EHC. Es war der 19. Januar 2008, der EHC blamierte sich beim 1:4 gegen Ravensburg. Da stand fest: Coach Doug Bradley musste gehen. „Ich habe noch in der Nacht mit Cortina verhandelt. Er war erst nicht Feuer und Flamme, weil er erschüttert war – von dem, was er auf dem Eis gesehen hatte.“

Doch Winkler überredete Cortina, gemeinsam erstellten sie eine To-Do-Liste an Dingen, die gemacht werden müssten, um den Verein auf die Erfolgsspur zu bringen. Schon damals stand die Zielvorgabe fest: DEL. „Wer sich keine hohen Ziele setzt, ist mit Kleinigkeiten zufrieden. Ich bin ein Mann, der nicht schnell zufrieden ist“, sagte Cortina vor dem 5:4 gegen Dresden (EHC-Tore: Martin Schymainski/2, Brandon Dietrich, Dylan Gyori, Mario Jann) am Freitag. Und in diesem Cortina-Jahr hat sich viel getan:

Die Mannschaft: Cortina forderte volle Handlungsfreiheit für sich und Winkler bei der Zusammenstellung des Kaders. Die Spieler wurden auf Herz, Nieren – und vor allem Charakter geprüft. „Wir sind nicht die talentierteste Truppe der Liga, aber keiner arbeitet härter.“

Das Umfeld: Cortina ließ die Müffel-Kabinen modernisieren, die Trainerumkleide wurde auf den technisch neuesten Stand gebracht. Eine Konditionstrainerin wurde geholt. Die Spieler bekamen individualiserte Trainingspläne.

Die Vereinsstruktur: Der EHC erinnerte oft an 1860 im Kleinformat. Es gab viele Quertreiber. Auf der To-Do-Liste stand daher die Einführung professioneller Strukturen. Finanzchef Herbert Aidelsburger, der mit seiner bärbeißigen Art für viele Irritationen gesorgt hatte, verließ den EHC. Geschäfsstellenleiterin Silke Rummeling, die bei der Fifa für das Ticketing der WM 2006 zuständig war, übernahm die Finanzsachen.

Der Erfolg gibt Cortina Recht, der EHC ist zum Topteam geworden. Da kann man nur sagen: Prost, Herr Cortina! Aufs Einjährige.

Matthias Kerber

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