Nur noch ein Sieg!

Der EHC Red Bull gewinnt mit 3:1 gegen die Eisbären Berlin – am Sonntag geht es in Hamburg um den Einzug in die Playoffs.
| Matthias Kerber
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Die EHC-Spieler feiern den Sieg.
Rauchensteiner/Augenklick Die EHC-Spieler feiern den Sieg.

München - Sie wollten ihn sehen! Ihren Pat Cortina! Minutenlang forderten die Fans in der Olympia-Eishalle, dass der  Coach des EHC Red Bull München nach der Schlusssirene nochmal aufs Eis kommt. Schallende „Pat Cortina“-Sprechchöre erfüllten die Arena. Und er kam, der Coach, der gegen die Eisbären Berlin kam, sah und siegte.

Er winkte, er klatschte, er verneigte sich. Schließlich könnte der 3:1-Sieg des EHC – falls der EHC nicht in die Playoffs einzieht – bereits das letzte Heimspiel in der Ära Cortina für den EHC gewesen sein. „Das war ein emotionaler Moment“, sagte Cortina.

Der EHC als Meisterbesieger, als Playoff-Träume-am-Leben-Erhalter. Er liegt damit vor dem Spiel am Sonntag (14.30 Uhr) bei den Hamburg Freezers auf dem neunten Platz. „Das war ein Sieg des Charakters. Wir haben sehr gut gespielt“, sagte Cortina, „wir sind der EHC, wir geben nicht auf. Nie.“

Wochenlang hat Manager Christian Winkler an seinem Küchentisch gerechnet, spekuliert, die Hoffnung in Zahlen gefasst. Wie kann der EHC es noch in die Playoffs schaffen? Die Antwort ist einfach – und sie ist hart. Die Mannschaft muss aller Voraussicht nach auch das letzte Spiel der regulären Saison am Sonntag gegen Hamburg, gegen die man in dieser Saison noch nicht einen Punkt geholt hat, gewinnen. Denn die Wolfsburger, die am Freitag Iserlohn mit 5:1 abschossen, sind nur einen Punkt hinter dem EHC. Straubing nach dem 3:2 über Hannover ist punktgleich mit dem EHC. Und auch Hannover hat auch 71 Zähler – genau wie das Team von pat Cortina. Die Wolfsburger treffen im letzten Saisonspiel auf den Tabellenletzten Düsseldorf. Straubing hat es mit den Eisbären Berlin zu tun, Hannover trifft auf Krefeld.

„Ich habe den Gedanken, dass dies das mein letztes Heimspiel sein könnte immer zur Seite gedrängt“, sagte Cortina, „München war für mich als Trainer, aber auch als Mensch vielleicht die wichtigste Zeit in meinem Leben.“

1:17 Punkte, 9:20 Tore. Die Bilanz vor diesem Alles-oder-nichts-Spiel gegen Berlin und Hamburg war mehr als nur ernüchternd. Doch der EHC, der schon die ganze Saison nach dem Motto „Du hast keine Chance, also nutze sie gespielt hat"“ legte vor 5278 Zuschauern stark los. Routinier Klaus Kathan nutzte die erste Überzahl des Spiels eiskalt aus – 1:0 (7.). Es dauerte bis zur 22. Minute, bis die Eisbären zurückbissen. Darin Olver mit dem Ausgleich - 1:1. Doch der EHC fightete zurück. Und wie! Kathan traf in der 39. Minute unter ohrenbetäubendem Jubel zum 2:1. Viktor Ekbom erhöhte auf 3:1 (53.). Dabei blieb es. Der EHC als Meisterbesieger. Und die Fans als Pat-Cortina-Feierer.

„Er hat es nicht verdient, dass er am Ende mit leeren Händen dasteht“, sagte Ehrenpräsident Jürgen Bochanski der AZ. Das sieht Cortinas Team ganz genauso.
 

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