"Machen uns nicht verrückt": EHC Red Bull München feiert nach Pleite auf dem Oktoberfest

Der EHC Red Bull München feiert nach der 1:4-Niederlage gegen Frankfurt auf dem Oktoberfest.
von  Ruben Stark
Feierten nach der Niederlage auf der Wiesn: Die Spieler des EHC Red Bull München.
Feierten nach der Niederlage auf der Wiesn: Die Spieler des EHC Red Bull München. © City-Press (City-Press)

Natürlich schmeckt die Wiesn-Maß besser mit einem Sieg im Rücken, aber auch für den EHC Red Bull München ist die DEL-Hauptrunde kein Wunschkonzert. Wünsche akzeptiert die Wiesn-Band im Hacker-Festzelt noch eher als einen unangenehmen Gegner wie die Löwen Frankfurt, die beim ersten Wiedersehen mit Konrad Abeltshauser dem EHC ein 1:4-Schnippchen schlugen.

Kaltenhauser: "Wir haben uns schwer getan"

Co-Trainer Max Kaltenhauser, der mit dem zweiten Assistenten Rob Leask den erkrankten Oliver David zum zweiten Mal vertrat, fand die Münchner "ein bisschen zu zufrieden nach dem wirklich guten Spiel am Freitag", dem 4:1 in Bremerhaven.

Und hinzu kamen unnötige eigene Strafen wie bei Verteidiger Lukas Klok vor dem 1:2 und ein ausgeprägter Schwächeanfall in Überzahl. "Wenn du in 15 Minuten Powerplay kein Tor erzielst, hilft das auch nicht", sagte Kaltenhauser, der urteilte: "Wir haben uns schwer getan, direkt vor den Torwart zu kommen und den viel zitierten Preis zu bezahlen."

Auch mit dabei auf dem Oktoberfest: EHC-Boss Christian Winkler.
Auch mit dabei auf dem Oktoberfest: EHC-Boss Christian Winkler. © City-Press (City-Press)

Hager: "Wir machen uns da jetzt nicht verrückt"

Überhaupt klemmt das Überzahlspiel zum Saisonbeginn noch. Einzig beim Erfolg an der Nordseeküste gab es zwei Tore, in den anderen drei Spielen keines. "Das Powerplay ist ein scheues Reh", philosophierte Kaltenhauser, "wenn man es zu sehr jagt, dann haut es oft ab."

EHC-Kapitän Patrick Hager sieht aber noch keinen Grund für Alarm-Stimmung, vor dem Frankfurt-Spiel habe man schließlich noch gute Werte gehabt: "Wir machen uns da jetzt nicht verrückt. Wir wissen genau, dass wir einen Tick einfacher spielen, mehr Scheiben zum Tor bringen müssen."

EHC trifft in den nächsten Spielen auf Köln und Augsburg

Aber ernst nehmen sollte man die Thematik mit Blick auf die Spiele in Köln (Freitag, 19.30 Uhr) und gegen Augsburg (Sonntag, 19 Uhr) schon, schließlich sollte der Wiesn-Ausflug die Stimmung nicht nur für einen Tag heben, sondern am besten ein Vorgeschmack aufs Wochenende sein. "Es ist immer ein gemütlicher Anlass, wo man auch ein, zwei Bierchen zusammen trinken kann", so Hager weiter, der in Team-Events wie diesen Momente sieht, bei denen "man als Gruppe noch enger zusammenwächst".

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