Jason Jaffray: Mit Müll zum Rekord

Jason Jaffray, Stürmer des EHC Red Bull München, trifft in den ersten acht DEL-Spielen, Bestmarke! „Es war ein dreckiges Tor, aber es ist toll, Geschichte zu schreiben!“
| Matthias Kerber
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EHC-Star Jason Jaffray (l.) feiert sein Rekord-Tor gegen Iserlohn.
GEPA pictures/ho EHC-Star Jason Jaffray (l.) feiert sein Rekord-Tor gegen Iserlohn.

München - 90 Sekunden waren noch zu spielen, als Jason Jaffray zum Geschichte-Schreiber wurde. Da stocherte der Kanadier am Freitag den Puck zum 3:2-Sieg des EHC Red Bull München gegen die Iserlohn Roosters über die Linie. In den ersten sieben Spielen der Saison jeweils zu treffen – das gab es in der Geschichte der DEL noch nie, die Bestmarke von Robert Reichel aus der Saison 1994/95 (Tore in den sechs ersten Partien) ist aus den Rekord-Büchern gelöscht.

Und damit nicht genug: Jaffray legte gestern beim 3:2-Sieg des EHC in Krefeld einen weiteren Treffer nach, baute den Rekord damit auf acht Spiele aus. Der EHC feierte seinen vierten Sieg in Folge, das erste Sechs-Punkte-Wochenende und schob sich in der Tabelle auf Platz 4.

„Es ist grandios, so einen Rekord zu knacken. Ich hatte bis Mitte der Woche noch gar keine Ahnung, dass ich Geschichte schreiben könnte. Dass mir das jetzt mit einem so wichtigen, einem spielentscheidenden Treffer gelingt, freut mich ungemein“, sagte der 34-Jährige nach der Partie gegen die Roosters und fügte an: „Es war kein schönes Tor, es war ein dreckiges, es war ein Müllmann-Treffer, aber ich habe es gerne angenommen, denn bis dahin war es ein teilweise frustrierendes Spiel für uns. Gerade auch unsere Sturmreihe mit Michael Wolf, Keith Aucoin und mir hatte nicht den besten Tag.“

Doch auch an seinem Nicht-besten-Tag war Jaffray gut genug, den Sieg klar zu machen, den Rekord aufzustellen. Am Sonntag in Krefeld erzielte er wieder ein ganz wichtiges Tor, brachte den EHC in der 37. Minute in Unterzahl mit 2:1 in Führung. Dominik Kahun (29.) und Henrik Eriksson für Krefeld (31.) hatten bis dahin getroffen. Später baute Mads Christensen die EHC-Führung aus (55.), in doppelter Überzahl konnte Pietta nur noch verkürzen (59.).

„Jason ist ein ganz ausgebuffter Veteran, der sehr, sehr wichtig für unser Team, ist“, sagte Trainer Don Jackson, der ekstatisch war, als klar wurde, dass Jaffray nach Jahren in der AHL (und 49 Spielen in der NHL) das Abenteuer Europa wagen wollte. „Er hat über Jahre auf durchgehend höchstem Niveau bewiesen, welch integraler Bestandteil er für eine Mannschaft sein kann.“

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