EHC vor Spiel gegen Bremerhaven: Bärtige Bullen

Im "Movember" sprießen beim EHC Red Bull wieder die Schnauzbärte. "Meine Frau zählt auch schon die Tage, bis der Bart wieder abkommt", sagt Abeltshauser. Am Mittwoch geht’s gegen Bremerhaven.
| Simon Stuhlfelner
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Präsentieren ihre Bärte: Die EHC-Stars Florian Kettemer, Konrad Abeltshauser und Derek Joslin (v.l.).
gepa pictures Präsentieren ihre Bärte: Die EHC-Stars Florian Kettemer, Konrad Abeltshauser und Derek Joslin (v.l.).

München - Ein bisschen kratzen und beißen tun sie schon, die Bärte, die viele Spieler des EHC Red Bull München zur Zeit tragen. Seit Anfang November lassen sie die Gesichtsbehaarung gemeinsam sprießen. "Ich find’s ganz witzig, aber man ist schon froh, wenn’s wieder vorbei ist. Meine Frau zählt auch schon die Tage, bis der Bart wieder abkommt", sagt EHC-Verteidiger Konrad Abeltshauser der AZ.

Doch was erstmal lustig klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Mit ihrer Bartwuchs-Aktion wollen die Stars des deutschen Meisters auf die "Movember"-Aktion aufmerksam machen, bei der sich jährlich im November weltweit Männer die Schnauzbärte wachsen lassen, um auf typische Männerkrankheiten wie Prostata- oder Hodenkrebs aufmerksam zu machen und Spenden für deren Erforschung und bessere Behandlung zu sammeln.

"Prostata- und Hodenkrebs gehören zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten bei Männern und es ist wichtig, dass jeder regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung geht", erklärt Abeltshauser. "Ein Spezl von mir hat erst kürzlich Hodenkrebs gehabt. Er hat das erst sehr spät gemerkt, weil er sowas gar nicht auf dem Schirm gehabt hat. Dabei kommt das auch bei jungen Leuten oft vor, die sich des Risikos nicht bewusst sind".

1000-Euro-Marke geknackt

Abeltshauser hat sich deshalb entschlossen, auch persönlich im Internet Spenden für die Movember-Aktion zu sammeln. "Mein Ziel waren 1000 Euro, und um die Aktion ein bisserl anzukurbeln, verlose ich unter allen Spendern mein Nationaltrikot, das ich beim Deutschland Cup getragen habe", sagt der Tölzer.

"Vor ein paar Tagen haben wir die 1000-Euro-Marke geknackt. Vielleicht bringen wir im Endspurt jetzt noch ein bisschen was zusammen. Den zugehörigen Link findet jeder auf meiner Facebook-Seite."

Parallel zu seiner Aktion muss sich Abeltshauser aber auch auf Eishockey konzentrieren, am Mittwoch (19.30 Uhr/telekomeishockey.de) ist der EHC in Bremerhaven zu Gast – und hat nach den Pleiten in den Spitzenspielen gegen Wolfsburg (2:5) und in Nürnberg (1:5) einiges gutzumachen. "In Nürnberg waren wir ein bisserl zu brav im eigenen Drittel, zu weit weg von den Gegenspielern", analysiert Abeltshauser, "wir sind nicht dahin gegangen, wo’s weh tut.

Ein paar taktische Probleme sind auch noch dazugekommen. Aber das werden wir auf Video analysieren, daraus lernen, und versuchen, in Bremerhaven das Ruder gleich umzudrehen."

Und nach dem Spiel kommen dann auch die Bärte bald wieder ab.

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