EHC-Stars werben für Krebs-Vorsorge

Beim Barte des Eishacklers: Die Stars des EHC München wie Jochem Reimer haben sich Schnauzbärte wachsen lassen, um für Krebs-Vorsorge zu werben.
| Matthias Kerber
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Die EHC-Stars Darren Haydar, Nick Palmieri und Jochen Reimer (v.l.) haen sich für die Movember-Aktion Schnurrbärte wachsen lassen.
Matthias Kerber Die EHC-Stars Darren Haydar, Nick Palmieri und Jochen Reimer (v.l.) haen sich für die Movember-Aktion Schnurrbärte wachsen lassen.

Beim Barte des Eishacklers: Die Stars des EHC München wie Jochem Reimer haben sich Schnauzbärte wachsen lassen, um für Krebs-Vorsorge zu werben.

München - Ein bisschen sehen sie schon aus wie die Wilderer vom Oberwiesenfeld, wenn die Spieler des EHC Red Bull München jetzt so daherkommen. Mit ihren Bärten, die bei so manchem wie Gesichtsgestrüpp (Raubein Sean O'Connor), bei anderen wie eine Erol-Flynn-Hommage (Felix Petermann), wie ein Reinkarnationsversuch von Western-Held Wyatt Earp (Nick Palmieri) oder als Reiner Flaumvogel (Uli Maurer) enden.

"Bartwuchs ist nicht gerade meine Stärke", sagt O'Connor, "ich habe den Bart sogar dunkler gefärbt, damit es nach irgendwas aussieht."  Die Balken-Parade hat schon fast humoristische Züge – und doch einen ernsten Hintergrund. Mit dieser Aktion, dem sogenannten Movember, versuchen die Spieler im Monat November das Bewusstsein für Vorsorgeuntersuchungen gegen Prostata- und Hodenkrebs zu schärfen. Movember setzt sich aus November und Moustache, dem englischen Wort für Schnurrbart, zusammen.

Beim Barte des Eishacklers kann man da nur sagen. Als Initiator dieser mehr als haarigen Angelegenheit beim EHC fungierte Nationalkeeper Jochen Reimer.. "Ich selber war auch schon mal bei der Vorsorgeuntersuchung: Ist alles halb so schlimm."

Halb so schlimm, aber verdammt wichtig. Wie wichtig die Krebsvorsorge ist, weiß Reimer aus eigener Erfahrung. Bei dem 28-Jährigen waren im vergangenen Jahr Wucherungen an den Stimmbändern festgestellt worden. Die Knoten mussten operativ entfernt werden. "Es war nicht so klar, ob alles gutartig ist. Da kamen schon die Gedanken: Oh Gott, habe ich jetzt Krebs? Ich hatte schon Angst, keine Frage", sagt Reimer, "die Zeit, bis der Befund kam, dass alles gutartig ist, war wirklich hart."

Ein anderer Balkenträger, Stürmerstar Darren Haydar, musste bei seiner Frau Sara erleben, was es bedeutet, wenn bei dem Befund Tumorzellen festgestellt werden. Bei ihr wurde 2008 Kehlkopfkrebs diagnostiziert. "Es war eine ganz schwere Zeit. Von einem Moment zum anderen verschieben sich alle Prioritäten. Da weiß man, was wirklich zählt", sagt Haydar, "nämlich die Gesundheit."

Und Reimer sagt: "Genau mit diesem wichtigen Gut gehen wir oft alle viel zu sorglos um. Die Vorsorgeuntersuchung kann dir das Leben retten. Man kann gar nicht zu früh anfangen." Die Movember-Aktion wurde im vergangenen Jahr in 21 Ländern durchgezogen, dabei wurden weltweit 113 Millionen Euro generiert.

In diesem Jahr unterstützen nicht nur die EHCler, sondern auch andere Prominente wie Fußball-Nationalspieler Benedikt Höwedes, der Deutschland-Achter, der 1860-Star Moritz Volz oder Waldemar Hartmann nehmen am Schnauz für einen guten Zweck teil.

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