EHC Red Bull München: Hochzeit von Konrad Abeltshauser endet im Krankenhaus

EHC-Starverteidiger Konrad Abeltshauser spricht exklusiv in der AZ über seine Heirat mit Erica - und darüber, warum er die Hochzeitsnacht im Krankenhaus verbringen musste. "Normal gibt’s bei mia ned", sagt er.
| Matthias Kerber
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Ehrenspalier aus Eishockey-Schlägern: Konrad Abeltshauser mit seiner Ehefrau Erica nach der Trauung.
www.annafichtner.de/ho Ehrenspalier aus Eishockey-Schlägern: Konrad Abeltshauser mit seiner Ehefrau Erica nach der Trauung.

München - Der "schönste Tag" im Leben des Konrad Abeltshauser, den sie alle nur Koni nennen, begann mit einem ohrenbetäubenden Knall und endete am Ende im Krankenhaus.

"Normal gibt’s bei mia ned, normal ist aber auch langweilig", sagte der Eishockey-Nationalspieler der AZ. Aber der Reihe nach: Abeltshauser, bekennender Viel- und Langschläfer, wurde extrem rustikal aus dem Bett geholt.

"Meine Spezl haben um sechs Uhr früh eine Kanone vor dem Fenster abgefeuert", sagte der 24-Jährige. Schon zwei Tage zuvor hatte er mit den Gästen, die aus Nordamerika, wo Abeltshauser sieben Jahre gespielt und seine Liebste - Erica - kennengelernt hatte, angereist waren, eine Floßfahrt auf der Isar gemacht.

Mit fatalen Folgen - dazu später mehr. Dann ging’s zum Weißbier- und Weißwurstfrühstück. "Ganz bayerisch, ganz traditionell, wir haben auch immer wieder unsere Bräuche eingebracht. Das war mir wichtig", sagte Abeltshauser. Der Papa und der Onkel fuhren dann mit der Kutsche vor und führten den Hochzeitszug zur Mariahilfkirche in München an.

"Die Zeremonie hat dann unser Pfarrer aus unserer Heimatgemeinde vorgenommen. Der hat das sehr locker gemacht, immer wieder was auf Deutsch erzählt, dann auf Englisch. So, wie die Gäste eben auch waren. So hat jeder a bisserl was verstanden", sagte Abeltshauser, der dann zum Ja-Sager mutierte und seiner Erica die ewige Treue schwor.

"Es war alles wunderbar"

Vor der Kirche warteten seine Eishackler-Kollegen, und das Brautpaar schritt durch das Spalier aus Eishockeyschlägern. Die große Hochzeitsfeier fand dann aber wieder dahoam beim Koni statt. Fast 200 Gäste feierten ausgelassen, feucht und fröhlich.

"Es war alles wunderbar. Das Brautverziehen, die ganzen Sachen. Wir hatten sehr viel Spaß", sagte Abeltshauser. Doch einer wurde im Laufe des Abends immer schwächer, der Schädel immer knallroter: Abeltshauser.

"Ich hatte bei der Floßfahrt einige Mückenstiche abbekommen. Die haben sich übel entzündet, ich hatte 40 Grad Fieber. Wir sind dann in der Hochzeitsnacht ins Krankenhaus gefahren. Die Mama war am Steuer. Und dann sind die Erica im Brautkleid und ich im Anzug in der Klinik einmarschiert."

Dort bekam Abeltshauser eine Antibiotika-Transfusion. Und eigentlich hätte er auch über Nacht zur Beobachtung bleiben sollen. "Aber die Ärzte hatten viel Verständnis für die Situation und haben dann gesagt: Jede Stunde die Temperatur messen, wenn es ned schlimmer wird, muss ich nicht wiederkommen", sagte der Bräutigam, "wie gesagt: Normal gibt’s bei mir ned. Aber es war a toller Tag, wobei ich nicht sagen kann, dass ich mich als verheirateter Mann anders fühle als vorher."

Abeltshausers Frau fürs Leben büffelt jetzt kräftig Deutsch. "Das Problem ist, seit sie die Kurse macht und immer mehr versteht, weiß sie, dass das, was ich rede, kein Deutsch ist", sagt der Ur-Bayer lachend, "vielleicht sollten wir den Kurs zusammen belegen, damit wir am Ende beide Deutsch können. Aber bei uns muss sie eh Bairisch verstehen, das ist wichtiger." 

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