EHC Red Bull München: Auftaktsieg gegen Augsburg und Namensrätsel

Der EHC München gewinnt sein erstes Spiel der Saison mit 3:2 gegen Erzrivale Augsburg, doch zuvor gibt es große Aufregung um den Vereinsnamen.
| Matthias Kerber
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Erstes Spiel, erster Sieg: Der EHC Red Bull München setzt sich mit 3:2 gegen Augsburg durch. Torschütze Trevor Parkes (r.) jubelt mit seinem Team über seinen Treffer zum 1:0.
Erstes Spiel, erster Sieg: Der EHC Red Bull München setzt sich mit 3:2 gegen Augsburg durch. Torschütze Trevor Parkes (r.) jubelt mit seinem Team über seinen Treffer zum 1:0. © Matthias Balk/dpa

Nun ist es also offiziell, die Münchner Eishockey-Fastenzeit in der DEL ist beendet. Genau 287 Tage nachdem der EHC Red Bull München am 8. März das letzte Mal in der Liga auf dem Eis gestanden war, galt es für die Truppe von Erfolgscoach Don Jackson nach dem zwei Mal verschobenen Saisonstart am Sonntag gegen Erzrivale Augsburger Panther in der Liga.

Und der EHC durfte sich am Ende als Sieger fühlen, wenn auch nicht feiern lassen. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Partie in der Olympia-Eishalle ohne Fans statt. "Wir haben zwei unnötige Tore abgegeben, aber am Ende verdient gewonnen", sagte Münchens Nationalverteidiger Yannic Seidenberg, "wir können noch ein paar Sachen verbessern. Aber wir sind heiß. Jetzt, wo das Land dicht macht, können wir endlich loslegen."

EHC München gegen Augsburger Panther - stürmischer Auftakt

Und sie legten los. Es dauerte 3:37 Minuten, dann tat sich der Ex-Augsburger Trevor Parkes als erster Münchner Torschütze hervor, er fälschte einen Schuss von Chris Bourque unhaltbar für AEV-Goalie Olivier Roy ins Netz. Doch die Schwaben geizten auch nicht mit einem Tor, Magnus Eisenmenger nutzt einen Fehler von Torhüter Daniel Fießinger zum 1:1 (7.), es war sein erster DEL-Treffer überhaupt.

Die Roten Bullen schnaubten nur kurz durch, dann versenkte Verteidiger-Neuzugang Zach Redmond die Scheibe zur erneuten EHC-Führung im Netz (15.). "Das Spiel wird sich über die Zweikämpfe und darüber entscheiden, wer die klügeren Entscheidungen trifft", sagte Münchens Luca Zitterbart nach dem ersten Drittel. Im zweiten Durchgang erhöhte Nationalverteidiger Yannic Seidenberg auf 3:1 (33.), zwölf Sekunden vor der Drittelpause das überraschende 3:2 durch Ex-EHCler Thomas Holzmann. "Man sieht, München kackt sich vor uns immer noch ein", behauptete AEV-Verteidiger Henry Haase. Wirklich? Im letzten Drittel fielen keine Treffer mehr, es blieb beim 3:2, Münchens erstes Spiel - und erster Sieg.

EHC-Fans sauer: München nur noch "Red Bull"?

Vor der Partie hatte es viel Aufregung und und Kopfschütteln bei den EHC-Fans gegeben. Die Münchner hatten am Freitag auf ihrer Facebook-Homepage den Namen von EHC Red Bull München auf Red Bull München geändert. Wird der EHC also von der Red-Bull-Organisation seines angestammten, etablierten Namens beraubt?

Nach AZ-Informationen wird der EHC in der DEL weiter als EHC auflaufen und auch seine Vereinsfarben, die anders sind als bei allen anderen Red-Bull-Vereinen, behalten. Die Facebook-Aktion war eine reine Social-Media-Marketing-Angelegenheit. Hoffentlich bleibt es dabei, von manchen Dingen sollte man geflissentlich die Finger lassen - dazu gehört der Klubname.

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