EHC: Playoff-Schwur für Cortina

Der EHC unter Druck: In den letzten beiden Spielen geht es gegen zwei Angstgegner um Alles oder Nichts. Die Spieler versprechen, sich zu zerreißen. „Um dem Trainer einen guten Abschied zu bereiten”
| Matthias Kerber
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Der EHC München wird zum 1. Mai endgültig von Red Bull übernommen.
sampics/Augenklick Der EHC München wird zum 1. Mai endgültig von Red Bull übernommen.

Der EHC unter Druck: In den letzten beiden Spielen geht es gegen zwei Angstgegner um Alles oder Nichts. Die Spieler versprechen, sich zu zerreißen. „Um dem Trainer einen guten Abschied zu bereiten.”

München  - Es sind wahre Herkulesaufgaben, die auf den EHC Red Bull München zukommen, wenn sie in den letzten beiden Spielen der regulären Saison nicht noch aus den Playoff-Plätzen fliegen wollen. So, wie in der Vorsaison, als nach 52 Spielen alles schon vorbei war. Am Freitag (19.30 Uhr, Olympiaeishalle) geht es gegen den Meister Eisbären Berlin, am Sonntag (14.30 Uhr) dann zu den Freezers nach Hamburg.
Zwei Teams, bei denen für den EGC in dieser Saison so gut wie nicht zu holen war. Gegen Hamburg verlor man drei Mal glatt (0;1. 2:3, 1:5), gegen die Eisbären konnte man einen mickrigen Zähler einsammeln (2:5, 2:3 nach Penaltyschießen, 2:3). Macht summa summarum – 1:17 Punkte, 9:20 Tore. Dabei muss der EHC, der aktuell noch auf dem zehnten Platz steht und damit auf dem letzten Rang, der für die Playoffteilnahme reichen würde, dringend punkten.

Der Tabellenelfte hat genauso viele Punkte (68) wie der EHC, aber das um vier Treffer schlechtere Torverhältnis. Der Zwölfte, die Wolfsburger, haben 67 Zähler. Doch das Restprogramm der beiden direkten Rivalen ist deutlich leichter. Wolfsburg empfängt am Freitag den Vorletzten Iserlohn und tritt am Sonntag beim letzten Düsseldorf an. Straubing wiederum muss bei Hannover ran und hat zum Abschluss die Eisbären zu Gast.

Beim EHC regiert daher zur Zeit das vielstrapazierte Prinzip Hoffnung. „Ich habe immer gesagt, dass wir das schaffen werden, daran hat sich nichts geändert, das ist meine Überzeugung”, sagt Kapitän Felix Petermann.

Stürmer Uli Maurer sagt es so: „Wir können hoffen, dass unsere Gegner mit ihren Köpfen vielleicht schon ein bisschen bei den Playoffspielen sind und auf uns nicht mehr ganz so achten. Es wird schwer, aber wir haben uns oft leichter getan, wenn wir gegen Teams spielten, wo wir nicht selber das Spiel machen mussten. Wir werden das schon hinbiegen.”

Doch dafür müssen auf jeden Fall noch Punkte her. Routinier Klaus Kathan sieht es gewohnt pragmatisch: „Wir müssen beide Spiele gewinnen, dann können die anderen uns nicht überholen.”
Damit es nicht das bereits das letzte Heimspiel für den scheidenden Trainer Pat Cortina, der nach dieser Saison nur noch als Bundestrainer tätig sein, wird, haben sich die EHCler etwas geschworen: Wir packen das. „Die Stimmung in der Truppe ist genial. Keiner macht dem anderen Vorwürfe, wir ziehen an einem Strang – um unserem Trainer einen guten Abschied zu bereiten”, sagt Mike Kompon, „wir haben nicht 50 Spieltage alles geben, um am Ende mit leeren Händen dazustehen. Wir im Team sind überzeugt, dass wir es schaffen.”

Es sind nicht nur Worthülsen, nicht nur sinnentleerte Durchhalteparolen, die sie beim EHC verbreiten, es sind Überzeugungen. „Wir haben ein Ziel, die Playoffs, dafür werden wir uns den Hintern aufreißen”, sagt Manager Christian Winkler. Und Goalie Jochen Reimer erklärt: „Wir haben einen Traum – die Playoffs. Aber es ist keine Fantasterei, es kann Realität werden.”

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