EHC geht doppelt unter - Fans fordern Cortina

Beim 0:3 daheim gegen die Kölner Haie nimmt sich Trainer Pierre Pagé die Verlierer vor. Die Fans aber rufen nach seinem Vorgänger - Bundestrainer Pat Cortina.
| Gregor Röslmaier
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Frust pur: Daniel Sparre, Stürmer des EHC Red Bull München.
Rauchensteiner/AK Frust pur: Daniel Sparre, Stürmer des EHC Red Bull München.

München -  Was für ein Wochenende zum Vergessen für den EHC Red Bull. Erst das üble 0:9 am Freitag bei den Adler Mannheim, am Sonntag dann die nächste Pleite, daheim. Gegen die Kölner Haie verlor das team von Trainer Pierre Page vor 3129 Zuschauern 0:3.

Das Schlimmste: Die Harmlosigkeit vor dem Tor. Hatte es zu Saisonbeginn noch so ausgesehen als hätte der EHC nur Probleme in der Defensive, ist jetzt klar, dass die Baustellen noch grösser sind. Nun ist der EHC schon über 120 Minuten ohne Torerfolg - eine grausige Statistik. Die Bilanz des Wochenendes: Null Punkte, null Tore, zwölf Gegentore. Inzwischen nur noch Platz acht.

Page in (Erklärungs-)Not. Und was sagt der Coach? "Von Juli bis August war es unglaublich. Das war die beste Mannschaft, die ich in Europa gesehen hatte. Aber was ist passiert? Unsere Spieler glauben nicht an sich. Die Ausländer müssen jetzt arbeiten - das ist die Realität", sagte Page.

Und auch die Fans fallen immer mehr vom Glauben hat. Auf der Facebook-Seite "Wir sind der EHC" tobt seit Freitag eine heftige Trainerdiskussion, im Stadion machte sich ein Teil der Kurve seinem Ärger Luft, sie sangen: "Wir haben die Schnauze voll" und forderten die Rückkehr von Pat Cortina. Der Bundestrainer, bis letzte Saison noch beim EHC hinter der Bande, sass auf der Tribüne und beobachtete seine Nationalspieler. "Es ist schön, wenn man sich noch so positiv an mich erinnert", sagte Cortina der AZ. Und analysierte die EHC-Krise: "Es ist, als wenn du auf einer Strasse fährst, wo du schon mal einen Unfall hattest. Dann denkst du auch darüber nach."

Der Unfall war der EHC-Totalschaden am Freitag. Die 0:9-Blamage hatten die Spieler noch in den Knochen. Dabei wehrte sich der EHC, der wegen einer Sechs-Spiele Sperre nach einem Faustschlag auf Stürmer Sean O'Connor verzichten musste, im ersten Abschnitt noch. Nach sechs Minuten schoss Ryan Duncan übers leere Tor - total verunsichert. Das 0:1 fiel schnell nach Beginn des Mittelabschnitts durch Andreas Falk (23.). Zu allem Überfluss schenkte sich der EHC das zweite Tor selbst ein. Rok Ticar passte scharf vors Tor. Von Jan Urbas und Torhüter Jochen Reimer prallte die Scheibe ins Netz (28.). Marcel Ohmann markierte den Endstand (51.).

"Das ist zurzeit nicht unsere Mannschaft. Wir müsssen die Latte jetzt höher legen. Wir haben genug geredet und müssen endlich mehr machen!", ärgerte sich Page. Wenigstens Cortina machte dem EHCMut: "Mit diesen Spielern kann man Pages System spielen. Wenn es funktioniert, kann es sehr spektakulär werden." Wenn es funktioniert.

Wenn nicht: wird's schnell peinlich.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren